Die vier Herren von „The killers“ führen mit ihrem neuen Album im Grunde genau das weiter, was sie schon auf ihren ersten Platten so erfolgreich machte.
Und zwar ist das opulenter, mit viel Hall und Synthesizern unterlegter Stadionrock, der Erinnerungen an U2, Coldplay, Queen und sämtliche Synthie-Pop-Helden der 80er wach werden lässt. Schon die ersten Tracks „Flesh And Blood“ und „Runaways“ machen klar, dass es wieder die ganz großen Gesten mit viel „Bling-Bling“ und allerhand Breitwandgitarren sein müssen. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als wollten die Killers das bombastischste Rockalbum aller Zeiten vorlegen, was dem einen schlicht peinlich und – ja, kindisch – erscheinen mag und für den anderen der ideale Soundtrack für Autofahrten (außerhalb des Stadtverkehrs!) darstellt. Textlich nähern sich die Killers immer mehr Bruce „the boss“ Springsteen an, wenn Zeilen wie „I drove through the desert last night / I carried the weight of our last fight / Elvis singing ,Don’t be Cruel’ and I wonder if you feel it too” intoniert werden. Nur damit sich einem gleich darauf die Nackenhaare aufstellen, wenn die Strophen von „A Matter Of Time” mit bon-jovi-haften „Wohoooh“-Chören aufgepeppt werden sollen. Ihren größten Moment haben die Killers schließlich mit „Heart Of A Girl“, wenn Flowers leise, fast pastorale Töne anschlägt und fast ohne musikalischen Bombast auszukommen vermag. „Be Still“ weist sich als weitere wunderbare, ruhige Ballade aus und mit „Battle Born“ rasen die Killers zurück in ihre Heimat voll Glitzer und Pomp – Las Vegas.
- Battle Born – The Killers (erschienen bei Island Records).