In einer Aktion verteilte der ÖGB auf der Linzer Landstraße die Zeitung „echt krass“, die unter dem Titel „Stoppt den Raubzug“ unter anderem die zunehmende Amerikanisierung der Verhältnisse im Sozialbereich anprangert.
Gleichzeitig vergibt die Zeitung aber auch eine „Goldene Krone“ für den Sozialstaat. Eine kostenlose Geburt, die mehr als 2.000 Euro kosten würde, Operationen, die in anderen Ländern zu bezahlen sind, der freie Zugang zu Bildung – das seien Sozialleistungen, von denen jeder in Österreich profitiert. – Ohne diese wären 43 Prozent der Österreicher akut armutsgefährdet. Der ÖGB fordert, Vermögen stärker zu besteuern. Immerhin tragen EU-weit Vermögende 5,4 Prozent des Steueraufkommens, in Österreich seien es nur 1,4 Prozent. Vier Milliarden Euro sollen dadurch jährlich mehr für Sozialleistungen zur Verfügung stehen. Der ÖGB wolle „faire“ Beiträge von allen. Denn Reichtum gehöre geteilt und nicht Armut.