Diözesanjugendseelsorger Michael Münzner über seinen Namenspatron (Namenstag 29. September).
Ausgabe: 2012/39, Namenstag, Münzner, Michael
26.09.2012
- Michael Münzner
Mein Vorname schlägt in meiner Familie eine Brücke über die Generationen hinweg, denn schon mein Urgroßvater hat Michael geheißen. Während meines Studiums wurde mir dann bewusst, dass in Michael der Name des Hochgottes El steckt, der in Kanaan verehrt wurde. Es ist das Land, in dem die Wurzeln des Volkes Israel liegen. El wurde später mit JHWH, dem Gott der Israeliten, identifiziert und so findet sich in hebräischen Namen oft „el“ als göttliches Element.
Michael erinnert nicht an einen heiligen Menschen, sondern ist ein Engel, ein von Gott geschaffenes Geistwesen des Himmels. Durch Engel schenkt Gott uns Menschen seine Nähe und Zuwendung in wahrnehmbarer Weise. Wichtiger als: „Gibt es Engel?“, ist die Frage: „Was ist ihre Aufgabe?“ Der Erzengel Michael (bedeutet: „Wer ist wie Gott?“) bewahrt uns vor allem, was uns von Gott trennt. Er ist mir Erinnerung, dass Gott mich geschaffen hat, und Ermutigung, mich für das Reich Gottes einzusetzen.