Der aus der Pfarre Bad Schallerbach herausgewachsene Weltladen feierte sein 15-Jahr-Jubiläum mit dem Versprechen: Wir werden weiterhin alles tun, um durch fairen Handel einen kleinen Beitrag zu weltweiter Gerechtigkeit zu leisten.
Mit dem Verkauf von Produkten aus der „Dritten Welt“ nach den Gottesdiensten hat es vor vielen Jahren begonnen – organisiert vom Fachausschuss Weltkirche des Pfarrgemeinderates. Aus dieser Initiative einen Weltladen zu machen war ein mutiger Schritt. Zählt doch Bad Schallerbach nur rund 3000 Einwohner. Da bleibt ein Spezialgeschäft wie ein Weltladen immer ein Risiko, das aber dank der Kurgäste mehr als bewältigt werden konnte. Heute setzt der Weltladen im Jahr 130.000 Euro um, die Entwicklung ist seit Jahren steigend. Obwohl sich im fairen Handel viel verschoben hat, erklärt Martin Kranzl-Greinecker, bis vor Kurzem Vereinsobmann. Die Lebensmittel werden nun hauptsächlich im Supermarkt gekauft. Das wichtigste Standbein des Weltladens Schallerbach ist nun anders als bei der Eröffnung vor 15 Jahren das Geschäft mit fair produziertem Kunsthandwerk und Textilien.
„Größter“ Weltladen Österreichs
Mit 100.000 Euro, dem Erlös aus dem Laden konnte der Verein Projekte in Chile, Bangladesch, Uganda und Indien unterstützen. Ein Markenzeichen des Vereins ist die Abhaltung von Eine-Welt-Wochen im Pfarrsaal. Damit wird Schallerbach zum größten Weltladen Österreichs. „Wir wollen niemanden vom Spenden abhalten, aber die nachhaltigste Form der Beziehung mit den Menschen in den Ländern des Südens ist der faire Handel“, erklärt Kranzl-Greinecker.