Mit dem Ende der ersten fünf Jahre als eigenständige Pädagogische Hochschule hat Franz Keplinger am 1. Oktober Hans Schachl als Rektor der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz abgelöst.
Schachl blickt auf eine stolze Bilanz zurück. Seit der Gründung der diözesanen Pädagogischen Akademie im Jahr 1968 wurden dort 8500 Lehrer/innen ausgebildet, in den letzten fünf Jahren allein 900. Mit rund 1200 Studierenden hat die Hochschule ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Auch die Fortbildung ist ein wichtiges Standbein der Hochschule. 35.000 Teilnehmer/innen gab es bei den entsprechenden Angeboten allein in den letzten fünf Jahren. Die Hochschule ist international vernetzt, so gibt es beispielsweise Kooperationen mit Universitäten sogar in Südkorea, Thailand, Nepal, Nigeria und auch Kasachstan. „Die Menschen stärken und die Sachen klären“ stellt der neue Rektor Franz Keplinger als Leitsatz über die Intentionen der Pädagogischen Hochschule. Man wolle auf eine „menschenfreundliche Leistungskultur“ hin ausbilden, die Zeit der „Rotstiftpädagogik“ komme an ihr Ende. Es gehe vielmehr um eine stärkenorientierte Pädagogik, die die Erkenntnisse etwa der Hirnforschung fruchtbar macht. Keplinger spricht sich für eine Pädagogische Universität Oberösterreich aus, die unter gemeinsamer Trägerschaft von Bund und Diözese Linz stehen sollte. Insgesamt plädiert er für weitgehende Kooperation unter allen Linzer Universitäten. Die Pädagogische Hochschule der Diözese Linz soll ein Haus mit Seele sein, offen für Veränderungen, spirituell geerdet und dem Prinzip der Menschlichkeit verpflichtet. Gelassen reagiert Keplinger auf Forderungen kirchenkritischer Kreise, wonach Religion an den Schulen nichts zu suchen hätte. „Die Zahlen sprechen für uns“, meint der Rektor. Das Interesse, sich an der kirchlichen Hochschule ausbilden zu lassen, sei hoch.