Ahmad Shakori bietet jungen Flüchtlingen in Österreich Hilfe und Unterstützung. Für sein soziales Engagement ist er mit dem Ehrenpreis der bayrischen Stiftung „Filippas Engel“ ausgezeichnet worden.
Ausgabe: 2012/41, Shakori, Projekt Tobias, Pilippas Engel, Flüchtlinge,
10.10.2012
- Susanne Huber
Fremd und der Landessprache nicht mächtig – junge Flüchtlinge, die gerade erst in Österreich angekommen sind, haben es nicht leicht. Ahmad Shakori weiß das. Der Afghane ist selbst vor zwei Jahren als Flüchtling nach Wien gekommen. Vor allem waren es die freiwilligen Mitarbeiter/innen des Don Bosco Flüchtlingswerks Austria, die ihm das Leben in einer völlig fremden Umgebung erleichtert haben. „Das Team vom Projekt Tobias hat mir sehr geholfen – bei Sprachschwierigkeiten, bei Fragen zum Asylverfahren, mit Essen und Kleidung, mit Spiel- und Sportmöglichkeiten.“ Überzeugt von der Idee des Projekts, hat sich Ahmad Shakori vor einem Jahr dem Tobias-Team angeschlossen. „Ich wollte anderen Flüchtlingen helfen, so wie mir geholfen wurde.“ Und so steht der 17-Jährige, der schon sehr gut deutsch spricht, den afghanischen Flüchtlingen u. a. als Dolmetscher zur Verfügung. Ein besonders wichtiger Aspekt des Projekts sind Begegnungsmöglichkeiten zwischen Flüchtlingen und Österreichern zu schaffen, um Vorurteile abzubauen. „Beim Fußball- und Volleyballspielen gelingt das sehr gut“, so der Afghane.
Berufstraum Kindergartenpädagoge
Wegen des Krieges in Afghanistan ist Ahmad Shakori aus seiner Heimat geflüchtet – zunächst in den Iran, dann nach Pakistan und schließlich nach Österreich. Seine Familie, die er sehr vermisst, lebt im Iran. Seit Juli hat er einen positiven Asylbescheid und darf in Österreich bleiben. Derzeit ist Ahmad Shakori dabei, seinen Hauptschulabschluss zu machen; neben seinem Einsatz für Flüchtlinge arbeitet er auch in einem Café. Sein großes Ziel: „Ich möchte Kindergartenpädagoge werden.“