„Der Mehrheit österreichischer Menschen eigentümlich ... war die ... Neigung, auch das Schwere leicht zu nehmen. Nicht zu leugnen, daß diese angenehmen Qualitäten sich zuweilen unangenehm manifestierten: ... als Trägheit des Herzens, versteckt hinter liebenswürdiger Wurschtigkeit. In Österreich, ehe es im großdeutschen Wolfsrachen verschwand, galt der Grundsatz: ,Leben und leben lassen‘. Die Erziehung zur preußischen Maxime: ,Sterben und sterben lassen‘, machte dort erst gute Fortschritte, als das Land durch die Impotenz seiner bürgerlichen Politiker dem Verhungern und Verfaulen ausgeliefert, dem Tod keinen Lebenswillen mehr entgegenzusetzen hatte ... Der Österreicher, wenn er betrunken war, wollte die ganze Welt umarmen; der germanische Bruder, im gleichen Fall, sie kurz und klein schlagen. Im März 1938 allerdings und in den Jahren der Vorbereitung zu diesem tragischen Wendepunkt ihres Schicksals haben Österreicher eindruckvollst bewiesen, daß sie Bestien sein können ...“
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Beim Denk Mal Nr. 41 hat Johanna Hanner gewonnen. (Die Kommission, in der Bischof Laszlo war, hatte keine Zuständigkeit fürs Internet; es waren 2200 Konzilsväter und nicht Konzilsbrüder; Bischof Zauner schrieb aus Rom, dass man hier spüre, was Katholizität eigentlich bedeute –nicht was Ökumene eigentlich bedeute.)