Sensationell guter Besuch bei Treffen für Pfarrgemeinderäte
Exakt 1659 Frauen und Männer sind in den vergangenen Wochen zu den insgesamt zehn Einführungstreffen für Pfarrgemeinderäte (PGR) gekommen: um 22 Prozent mehr als nach der letzten PGR-Wahl im Jahr 2007.
In Zeiten, in denen in der Kirche vom Geld bis zu den Gottesdienstbesucher/innen vieles weniger wird, fällt die deutliche Steigerung bei den zehn regionalen Einschulungen für Pfarrgemeinderäte umso mehr auf. Für Hans Putz, den PGR-Referenten der Diözese, liegt der Grund klar auf der Hand: „Es ist Ausdruck für den derzeitigen Wandel. Die Ehrenamtlichen tun, was notwendig ist: Sie übernehmen in den Pfarren Schritt für Schritt mehr Verantwortung – ganz im Sinn des Zweiten Vatikanischen Konzils.“ Dass in den Arbeitskreisen „PGR-Leitung“ die Teilnehmerzahl von 231 im Jahr 2007 auf 419 geradezu explodiert ist, verwundert auf diesem Hintergrund gesehen nicht. In vielen Pfarren scheint die Unsicherheit und die resignative Stimmung, wie es ohne eigenen Pfarrer weitergehen soll, einem gesunden Realismus gewichen zu sein, analysiert Putz: „Die Leute wissen, dass sie aktiv werden müssen, wenn das Leben in den Pfarren weitergehen soll, und sie tun das auch.“ So wird das Motto der PGR-Wahl „Gut, dass es die Pfarre gibt“ Wirklichkeit. Putz weist auch auf die Pfarren hin, in denen die Seelsorgeteams an der Leitung beteiligt sind: „Dieses Modell gibt den Leuten Selbstbewusstsein und Standfestigkeit.“ Über den Tellerrand hinaus. Ein deutliches Wachstum hatten auch die Arbeitskreise „Pfarrliche Öffentlichkeitsarbeit“ zu verzeichnen (von 158 auf 202 Teilnehmer/innen). Die Pfarren sehen die Notwendigkeit, über die Gottesdienstbesucher/innen hinaus mit der Bevölkerung in Verbindung zu bleiben. Sie haben die Einschulungen genutzt, um sich auszutauschen und sich Tipps zu holen, so Putz.
Liturgie. Die Mitglieder der Liturgie-Fachausschüsse (von 242 auf 268 Teilnehmer/innen) brachten häufig die Notwendigkeit der Abstimmung des Zeitplans für Messen und Wort-Gottes-Feiern zur Sprache. Ihr großes Anliegen dabei: Die Kinder- und Familiengottesdienste dürfen nicht untergehen.