25 Jahre Nicaragua-Komitee in Ansfelden. Gymnasiallehrer Günther Aigner ist seit Anfang an dabei und freut sich, dass ein richtiges Hilfs-Netzwerk entstanden ist. Etwas anderes dagegen macht ihm große Sorgen.
Ausgabe: 2012/46, Ansfeldner Nicaragua-Komitee, Karl Rammer, Günther Aigner, Petrinum, Nicaragua,
13.11.2012
- Josef Wallner
Ein Leben ohne Nicaragua könnte er sich nicht vorstellen. „Das Land gehört zu meiner Identität“, sagt Günther Aigner. Der Kontakt mit dem damaligen Kaplan und Florianer Chorherren Karl Rammer (verstorben 1996) hat ihn wesentlich für sein Engagement motiviert. Die Erinnerung an ihn ist im Nicaragua-Komitee nach wie vor lebendig und eine Inspiration für ihre Arbeit. Das spürt man, wenn Aigner von seinem Freund erzählt. Ebenso wird in der Partnerstadt Condega, über die das Nicaragua-Komitee Ansfelden alle Projekte abwickelt, das Gedenken an Karl Rammer hochgehalten: Das Begegnungszentrum – mit Anton Bruckner Saal – der Stadt Condega wurde nach ihm benannt. „Das Schöne an unserem kleinen Komitee ist, dass Kirche und Gemeinde verbunden sind und dass ein Netzwerk aus Schulen, Pfarren und Gemeinde gewachsen ist, das uns unterstützt“, betont Aigner. Rund 10.000 bis 15.000 Euro jährlich fließen in die Partnerstadt, um zum Beispiel Kurse für die Frauentischlerei, Stipendien oder eine Wasserleitung zu finanzieren. Was Aigner besonders freut: Die langjährige Aktion „Schulfrühstück für Straßenkinder“ braucht ab 2013 keine Unterstützung mehr, da die nicaraguanische Regierung künftig zahlen wird. Sorgen bereitet dem Komitee hingegen die Kürzung der Gelder der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, die das für die Projekte wichtige Koordinationsbüro der Städetpartnerschaften in seiner Existenz bedroht.