„Die Gelehrten wollen uns einreden, dass wir Frauen im Islam besonders geachtet werden. Das Gegenteil ist der Fall. Wir werden im Iran unterdrückt und bedroht“, sagt eine junge Frau, die fliehen konnte. Sie gehört zu den 17 iranischen Taufbewerber/innen, die sich derzeit auf den Empfang des Sakraments vorbereiten. „Hier in Österreich erlebe ich, dass man vor uns Frauen Repekt hat.“ Ihre Landsleute nicken zustimmend. Mit dem Islam verbinden sie Gewalt und Lüge, das Christentum dagegen bedeutet für sie Freiheit. Darum ist es für sie so anziehend: „Die Liebe ist das große Thema von Jesus.“ So viele iranische Taufbewerber wie noch nie kommen zu Paulus Kenner. Er war selbst im Iran wegen seines Glaubens im Gefängnis. Wöchentlich treffen sich seine „Schüler/innen“ aus ganz Oberösterreich in der Stadtpfarre Linz. Dabei ist der Taufschein keine Hilfe fürs Asylverfahren. Das Asylamt sieht eher hinter der Taufe eine Finte, einfacher zu einem Aufenthalt zu kommen. Taufe schützt vor Abschiebung nicht, so die bittere Erfahrung. Was Christen bei der Rückkehr erwartet, ist bekannt.