222 Schüler/innen, unterrichtet von 70 Lehrer/innen, besuchen derzeit in 24 Klassen das Landesschulzentrum Hör- und Sehbildung in Linz. Dessen Geschichte begann vor 200 Jahren.
Mit einem Festakt, an dem unter anderem Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Bischof Dr. Ludwig Schwarz sowie dessen Vorgänger Dr. Maximilian Aichern teilnahmen, feierten die Kinder und Lehrer/innen mit dem Land OÖ (Schulträger) und der Caritas (Leitung von Heim und Hort). Der „unentgeltliche Unterricht für taubstumme Kinder“ wurde am 12. November 1812 amtlich verkündet. Die Schule trägt den Namen des Gründers Michael Reitter, der als Kaplan in der zugehörigen Pfarre wirkte und als weitsichtiger und engagierter Mensch den „Filter wechselte“, durch den damals auf taube Kinder geschaut wurde -– sie galten als dumm. – Reitter dagegen sah die Würde und das Bildungspotenzial der Kinder und begann sie zu unterrichten. So einen „Filterwechsel“ brauche es auch heute immer wieder, meinte der Rektor der Caritas, Ernst Bräuer, in seinem Grußwort.