Viele Spielwaren, die zu Weihnachten unter dem Christbaum liegen, werden in China oder anderen asiatischen Ländern produziert, oftmals unter haarsträubenden Arbeitsbedingungen.
„Statistisch werden weltweit jede Sekunde drei Barbie-Puppen verkauft. Während der Spielwarenkonzern Mattel satte Gewinne macht, zahlen Zehntausende Fließbandarbeiter/innen einen hohen Preis: Ausbeutung gehört für sie immer noch zum Arbeitsalltag“, kritisiert Christina Schröder von der Südwind-Agentur. Dabei habe Matttel vor 15 Jahren als eines der ersten Unternehmen versprochen, sich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Zulieferkette einzusetzen. Tatsächlich aber hat eine Recherche der Organisation „China Labor Watch“ festgestellt, dass sich die Lage in vier chinesischen Fabriken, die u. a. für Mattel produzieren, verschlechtert hat. 10.000 Menschen, vorwiegend Frauen, sind davon betroffen. Kritisiert werden gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen, fehlende Sicherheitsmaßnahmen, der Zwang, illegal 150 bis 200 Überstunden im Monat zu leisten, und Löhne, die unter den gesetzlichen Mindestlöhnen liegen. Wer garantiert fair produziertes Spielzeug will, so Südwind, soll entweder in Weltläden oder aus heimischer Produktion (z. B. Matador) kaufen oder zumindest bei den Herstellern faire Arbeitsbedingungen einmahnen (per Brief oder Mail).