In Bad Leonfelden organisierte der 18-jährige Simon Seher am dritten Adventsonntag einen Fackelzug „Steh auf für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit“.
Ausgabe: 2012/51, Asyl, Debatte, Bad Leonfelden, Menschen, Quartier
19.12.2012
Teilnehmer/-innen waren angetan vom Klima des Dialogs: Menschen, die ein Asylquartier in Bad Leonfelden befürworten, und Menschen, die sich dagegen aussprechen, kamen zum Schluss der Demonstration in einen konstruktiven Dialog. Der Veranstalter des Fackelzugs, Simon Seher, habe dies sehr umsichtig in die Wege geleitet.
Die Gemeinde Bad Leonfelden hatte in der Woche davor den Plan abgelehnt, in der Stadt ein Quartier für Asylwerber/innen einzurichten. Das führte zu heftiger Kritik von vielen Organisationen und Persönlichkeiten. Entsetzt zeigte sich die Katholische Aktion der Diözese, bestürzt die Vorsitzende der kfb der Diözese Linz, Erika Kirchweger. Die Pfarre St. Georgen/Gusen lud den Bürgermeister von Bad Leonfelden ein, sich in St. Georgen (wo 40 Asylwerber/innen leben) ein Bild vom guten Miteinander verschiedener Kulturen zu machen.