In Oberösterreich leben rund 12.000 Frauen und Männer in Alten- und Pflegeheimen, betreut von etwa 7000 Menschen. Dass zur umfassenden Pflege auch die Pflege der Seele gehört, steht dabei völlig außer Diskussion. „Nur diese Erkenntnis in die Tat umzusetzen, ist oft nicht einfach“, sagt Rupert Aschauer, Referent für Altenpastoral in der Diözese.
Seelsorge und Geldsorge
In 34 Heimen sind 33 hauptamtliche (13 Dienstposten) und 53 ehrenamtliche, aber ausgebildete Seelesorger/innen tätig: für die Bewohner/innen, deren Angehörige und das Personal. Da es aber in Oberösterreich 128 Heime von sechzig unterschiedlichen Trägern gibt, geht der Altenpastoral die Arbeit noch nicht so rasch aus. Aschauer ortet eine große Offenheit der Träger für die Seelsorge. Doch wie so oft spießt es sich am Geld. Auch die Pfarren sind für die Arbeit in den Altenheimen sehr offen. Gerade der Kontakt mit und der Einsatz der Pfarren leistet einen Beitrag, dass die Altenheime nicht zu Ghettos werden, sondern durchlässig nach außen bleiben. Um besser gemeinsam auftreten zu können, soll noch in diesem Jahr eine Berufsgemeinschaft der Altenheimseelsorger/innen gegründet werden. Ein wesentlicher Teil der Seelsorge besteht im Mitleben mit dem Kirchenjahr, aber auch im Dasein bei den Bewohner/innen: im Alltag und bei Festen, im Singen und in der Trauer, in Liturgie, Gebet und Feiern.