Die Gewerkschaft spricht von gescheiterten Verhandlungen. Sie fordert nicht nur eine Gehaltserhöhung – für die gute Aussichten bestehen –, sondern auch eine Nachzahlung. Und stellt für Anfang April die Streik-Rute ins Fenster. „Nachdem die bisherigen Forderungen nach einer Bezahlung der Pädagog/innen in den ersten Dienstjahren über dem Mindestlohntarif mit dem neuen Dienstrecht das Landes kurz vor der Umsetzung stehen, wird nun mit zusätzlichen Forderungen weiter Stimmung für den Streik gemacht“, ärgert sich Mag. Edith Bürgler-Scheubmayr. „Es gibt von unserer Seite keine Hinhaltetaktik“, das wisse die Gewerkschaft der Privatangestellten. Die Gespräche mit dem Land stünden kurz vor dem Abschluss.
Das Gehalt von Kindergartenpädagog/innen in kirchlichen Kindergärten beträgt derzeit im ersten Dienstjahr € 1891,10. Nach dem Schema des Mindestlohntarifs für private Kindergärten erhalten Pädagog/innen im ersten Dienstjahr € 1.943. Den kirchlichen Trägern gehe es darum, dass es für die Pädagog/innen in kirchlichen wie in gemeindeeigenen Kindergärten ein neues Gehaltsschema geben soll, das in den ersten Dienstjahren über dem Mindestlohntarif liegt. Bislang war das auch die Forderung der Gewerkschaft der Privatangestellten. Für die jetzt zusätzliche Forderung nach Nachzahlung (291 Einrichtungen!) würde es keine Finanzierung durch die Gemeinden geben, sagt Edith Bürgler-Scheubmayr.