Der Benediktiner vom Stift Kremsmünster P. Richard Weberberger (geb. 1939) war von 1979 bis zu seinem Tod am 17. August 2010 Bischof der Diözese Barreiras im brasilianischen Bundesstaat Bahia.
Ausgabe: 2013/17, Bildungszentrum, Sozialzentrum, Gedächtnisstätte, Barreiras, Brasilien, Dom Ricardo, Aufbauarbeit, Weberberger, Kremsmünster, Dom Josefá Menezes da Silva
24.04.2013
- Josef Wallner
Dom Ricardo, wie er vom Volk genannt wurde, leistete in seiner Diözese, die flächenmäßig fast so groß wie Österreich ist, eine enorme Aufbauarbeit: Kirchen und Kapellen, Schulen, Kindergärten, Obdachlosenheime. Er verteidigte landlose Bauern, initiierte Projekte für Straßenkinder und Aids-Verhütung. Bischof Weberberger war nicht nur bei den Katholiken, sondern beim ganzen Volk beliebt, weil er die Entwicklung der Region kritisch mit einer für die lateinamerikanische Kirche typischen Option für die Armen begleitete, erklärt Pfarrer Christian Mayr, der jahrelang mit dem Bischof zusammengearbeitet hat.
Bischof Weberberger nicht vergessen
Der Nachfolger Bischof Weberbergers, Dom Josafá Menezes da Silva, versucht das Werk seines Vorgängers fortzusetzen. Auf vielfältigen Wunsch will er für den Bischof auch eine Gedenkstätte errichten. Die Stadt Barreiras hat dafür ein Grundstück im Zentrum zur Verfügung gestellt. Geplant ist aber nicht ein Museum, sondern ein Bildungs- und Sozialzentrum. Der Baukomplex soll aus vier Elementen bestehen: Eine Kirche für die Leute aus dem umgebenden Stadtviertel. Dort wohnen auch die zu den Steinerkirchner Schwestern gehörenden Benediktinerschwestern. Weiters soll ein Hörsaal mit Sekretariat für Bildungsveranstaltungen, Kurse und Einkehrtage entstehen. Der dritte Teil soll ein Museumssaal sein, der das Leben Dom Ricardos und die regionale Zeitgeschichte zeigt. Das vierte ist ein Lebensmittellager für die Verteilung an Bedürftige.
www.diocesedebarreiras.org.br