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Einwohner in Mali wehren sich gegen Uranabbau

Weltweit sind 437 Atomkraftwerke in Betrieb. Dafür braucht es den radioaktiven Rohstoff Uran. Seitdem es in der Gemeinde Falea in Mali entdeckt wurde, finden hier Testbohrungen statt. Die Einwohner wehren sich.
Ausgabe: 2013/ 18, Uran, Mali, Falea, ARACF,
29.04.2013
- Susanne Huber
Kupfer, Silber, Uran – die ländliche Gemeinde Falea im Südwesten Malis ist reich an Rohstoffen, aber auch reich an biologischer und kultureller Vielfalt. Heiß begehrt sind bei ausländischen Firmen vor allem die Bodenschätze. Ein französischer Atomkonzern entdeckte sie dort vor 20 Jahren. Seit 2007 vergibt die malische Regierung Minenkonzessionen an multinationale Unternehmen – jährlich 60 an der Zahl. Ein Grund dafür ist die schwache Regierung in Mali, die von Weltbank und Internationalem Währungsfonds unter Druck gesetzt wird, um ihre Schulden zu zahlen. Im Falle Faleas wurde der kanadischen Gesellschaft Rockgate der Abbau von Rohstoffen, vor allem Uran, auf einer Fläche von 225 km2 für 30 Jahre bewilligt.

Uran-Probebohrungen in Falea.


Um den Uranabbau vorzubereiten, werden in Falea seit 2009 dem Boden Proben entnommen. In der so genannten Explorationsphase wird alle 200 Meter bis zu 300 Meter tief gebohrt; 800 Löcher sind es bis jetzt. Umweltkriterien werden dabei nicht berücksichtigt. Bohrlöcher sind nicht umzäunt und abgedichtet; Brunnen fördern zum Teil kein Wasser mehr; Grundwasser wird durch die für die Kernbohrungen verwendeten chemischen Präparate verunreinigt; Vieh verendet. Auf die Kultur der heimischen Bevölkerung wird keine Rücksicht genommen. Große Tiefbohrer werden auch auf den heiligen Stätten der heimischen Bevölkerung aufgestellt.
Um die Bohrproben zu analysieren, werden sie in ein Labor nach Südafrika geflogen. Dafür ist in Falea extra eine Flugzeuglandebahn errichtet worden. 50 Meter vom Schulgebäude entfernt.

Die Bevölkerung wird nicht über die Radioaktivität von Uran informiert.


In der grünen, fruchtbaren Region Falea mit 21 Dörfern leben 17.000 Menschen auf einem Gebiet von 400 km2 hauptsächlich von Landwirtschaft, Fischerei, vom Goldwaschen, von kleinen lokalen Märkten. Über das Uranminenprojekt wurden weder der Gemeinderat noch die Bevölkerung informiert. Die Menschen wissen nicht, was Uran ist, was Radioaktivität bedeutet; sie wissen nicht Bescheid über Minengesetze und rechtliche Bedingungen. 2016 will Rockgate mit dem Uranabbau beginnen. Verhandlungen
mit der malischen Regierung sind am Laufen. Was dann auf die Faleaner und Faleanerinnen zukommen würde, zeigt das Beispiel vom Uranabbau im afrikanischen Niger: Radioaktiv verseuchte Abraumhalden, Staub und Schutt, bleibende Umweltschäden, Zerstörung der Landschaft, Verdrängung der Bevölkerung aus der Region und nicht zu vergessen die gesundheitsschädigenden Auswirkungen des radioaktiven Metalls, die oft erst
nach Jahren zum Vorschein kommen.

Die Bürgerinitiative ARACF leistet Widerstand.


Seit einigen Jahren regt sich Widerstand in Falea. Gruppen haben sich zur Bürgerinitiative ARACF (Verein der Ehemaligen und Freunde der Gemeinde Falea) zusammengeschlossen. Der Soziologe Many Camara, er stammt aus Falea, ist Sprecher der Initiative. Er ist zuständig für die internationale Vernetzung, um die Situation und die drohende Zerstörung der Region durch einen Uranabbau über die Grenzen Faleas hinauszutragen und publik zu machen. Mit Unterstützung von ARACF und mit Hilfe von Organisationen aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland sind schon viele Projekte entstanden. Ein Radio wurde installiert, das die Bevölkerung über die Geschehnisse auf dem Laufenden hält; Gruppen wurden gegründet, um radiologische Analysen vorzunehmen; Leute sind juristisch ausgebildet worden, um die Menschen über ihre Rechte aufzuklären; eine Satellitenschüssel wurde aufgebaut für Telefon und Internet, denn die Region ist während der Regenzeit mehrere Monate im Jahr durch einen Fluss isoliert; Kurse für Abgeordnete und für Gemeindemitglieder Faleas werden abgehalten, um sie über Uran und die Risiken der Radioaktivität aufzuklären; ein offener Brief an den Präsidenten des Landes wurde geschrieben, in dem sich die Bevölkerung gegen eine Uranmine ausspricht; eine Konferenz zum Thema „Uran, Gesundheit und Umwelt“ ist 2012 in der Hauptstadt Bamako veranstaltet worden.

Menschenrechte, Umwelt und Demokratie müssen respektiert werden.


Vor dem tatsächlichen Uranabbau muss Rockgate eine Umweltverträglichkeitsanalyse an das malische Ministerium übergeben. Das Dokument darf dann auch von der Bevölkerung Faleas eingesehen werden.
Dazu zieht ARACF nun Experten heran, die, wenn es so weit ist, dieses Papier dann fachkundig prüfen, ob die gesetzlichen Vorgaben beim Uranabbau auch eingehalten werden. Many Camara setzt sich zudem stark für den Aufbau einer universitären Zweigstelle ein. „Nur so können wir die Veränderungen in Falea beobachten, analysieren und neue Richtlinien erstellen für einen umweltschonenden Abbau von Rohstoffen. Denn beim Abbau von Ressourcen sollen die Menschenrechte, die Umwelt und die Demokratie respektiert werden“, so der Soziologe. Auch eine Wanderausstellung über das geplante Uranminenprojekt in Falea wurde vor einigen Jahren ins Leben gerufen. Auf Initiative der Plattform gegen Atomgefahr PLAGE in Salzburg und dem Forum Civique Européen Basel war diese Ausstellung kürzlich in Salzburg und im Europaparlament in Brüssel zu sehen.

Volksbefragung zur Unterstützung der Bevölkerung.


Wer möchte, kann die Faleanerinnen und Faleaner in ihrem Kampf gegen die geplante Uranmine unterstützen.
Unter www.falea21.org kann der Aufruf der Gemeinde ausgedruckt, unterzeichnet und per Mail oder Post an die dort angegebene Adresse geschickt werden. Die Unterschriften helfen, eine im November 2013 geplante Volksbefragung gegen den Uranabbau in den 21 Dörfern Faleas durchzuführen.

Zur Sache: Bewaffneter Konflikt in Mali


Der westafrikanische Staat Mali leidet seit dem Frühjahr 2012 unter bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Der Konflikt begann mit Aufständen von Tuareg- Rebellen im Norden des Landes. Die Vertreter des Nomadenvolks
forderten mehr politische Rechte. Nach einem anschließenden Militärputsch in der Hauptstadt Bamako driftete das Land immer weiter ins Chaos. An die Spitze
der Aufständischen im Norden setzten sich islamistische Kräfte. Seit Jänner 2013 sind französische Truppen in Mali, um diese zurückzudrängen. Das Eingreifen Frankreichs in diesen Konflikt wird auch kritisch gesehen. So gibt es Stimmen, die meinen, dass die ehemalige Kolonialmacht (Mali war von 1892 bis
1960 französische Kolonie) auch große Interessen an den Bodenschätzen
hat, vor allem an Erdöl und Uran. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon teilte kürzlich mit, die UNO wolle eine eigene Kampftruppe gegen Islamisten im Land aufbauen. 12.000 Soldaten und Polizisten sollen nach Mali geschickt werden und ab Juli die afrikanische Eingreiftruppe ersetzen. Die Bemühungen des malischen Präsidenten Dioncounda Traore, den Konflikt zwischen Regierung und Aufständischen im Norden Malis beizulegen, haben aus Sicht des katholischen
Bischofs von San, Jean-Gabriel Diarra, bisher nicht gefruchtet. Am 7. Juli sollen
Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattfinden. Noch fänden diese Wahlen in der Bevölkerung wenig Interesse, so Diarra. Es sei aber im Interesse
der Zukunft der Nation wichtig, sich mit den Kandidaten und den Parteiprogrammen zu befassen, sagt der Bischof. Von den rund 15,5 Millionen
Einwohnern Malis bekennen sich etwa 200.000 Menschen zur katholischen Kirche, rund 90 Prozent sind Muslime.
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