Der Bostoner Religionssoziologe Peter L. Berger hat erneut die These von einem langfristigen Verschwinden der Religionen zurückgewiesen. Religion spiele heute fast überall auf der Welt eine große Rolle, sagte der in Wien geborene US-Forscher bei einem Festvortrag zur Eröffnung des „Centrum für Religion und Moderne“ an der Universität Münster. „Wir haben das lange falsch gesehen: Religion verträgt sich durchaus mit der Moderne und ist keineswegs im Verschwinden begriffen“, so der Wissenschaftler. Heute jedoch würden Menschen nicht mehr in Religionen hineingeboren, sondern sie entschieden sich individuell.