BRIEF_KASTEN
Das Jahr 2018 hat sich politisch vor allem durch eine starke Polarisierung zwischen Regierung, Opposition und ihrer jeweiligen Anhängerschaft hervorgetan. Diese zeigt sich nicht nur beim Thema Flucht/Migration/Integration, sondern zum Beispiel auch beim Sozialen. Ist es übertrieben, in diesem Zusammenhang an den österreichischen Bürgerkrieg zu erinnern, der sich im Februar 2019 zum 85. Mal jährt? Ja, es ist übertrieben. Aber die 15 Jahre, als sich die Gräben vertieften, zwischen der Gründung der Republik und dem Bürgerkrieg, sind bedenkenswert. Als Wunsch für 2019 bleibt daher, dass heute das gelingen möge, was damals gescheitert ist: Rote Linien in der Auseinandersetzung nicht zu überschreiten.
Heinz Niederleitner
Das Attentat auf dem Weihnachtsmarkt in Straßburg ist eine Tragödie – wie auch alle anderen schrecklichen Terroranschläge, die auf der Welt immer wieder begangen werden. Was Menschen dazu bewegt, das zu tun, ist nicht nachvollziehbar. Es ist verständlich, dass die Bevölkerung aufatmete und erleichtert war, als bekannt wurde, dass der mutmaßliche Attentäter nicht mehr frei herumläuft. Er wurde von der Polizei erschossen. Absolut unbegreiflich ist allerdings, dass die Einsatzkräfte danach mit Applaus gefeiert wurden. Den Tod eines Menschen beklatschen? Da gibt es nichts zu jubeln.
Susanne Huber
BRIEF_KASTEN
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>