BRIEF_KASTEN
Wenn wieder einmal katholische Kircheninstitutionen überlegen, wie sie zu den über 8 % „Kirchenaustritten“ kommen, sollten sie auch in Betracht ziehen, dass „Kirche“ auch zu den Menschen und in die Häuser gehört. (...) Ich wünsche mir eine Kirche, die v. a. Jesu Gedankengut und die Worte der Apostel verständlich weitergibt. Und wie Lehrpersonen in der Schule gut vorbereitet den Unterricht nach Tagesverfassung der ihnen anvertrauten Schüler/innen gestalten müssen, so sollte das auch mit wenigen Blicken in das Kirchenvolk einem Priester zumutbar sein. Die Kirche darf sich nicht an den Gläubigen vorbeibewegen, dann werden sich auch die Gläubigen wieder zu ihr bewegen.
Karl Glaser, St. Peter am Hart
Zu „Himmel dort und da“, Nr. 2, S. 31, und anderen Leserbriefen.
Was und „wo“ der Himmel ist, entnehme ich als gläubiger Katholik dem Katechismus der Katholischen Kirche (KKK). Die einschlägigen Ausführungen dazu finden sich in den KKK-Nummern 1023 bis 1029, die mit „Der Himmel“ überschrieben sind. Daraus ein paar Zitate:
Nr. 1023: Die in der Gnade und Freundschaft Gottes sterben und völlig geläutert sind, leben für immer mit Christus. Sie sind für immer Gott ähnlich, denn sie sehen ihn, „wie er ist“ (1 Joh 3,2), „von Angesicht zu Angesicht“ (1 Kor 13,12).
Nr. 1024: Dieses vollkommene Leben mit der allerheiligsten Dreifaltigkeit, diese Lebens- und Liebesgemeinschaft mit ihr, mit der Jungfrau Maria, den Engeln und allen Seligen wird „der Himmel“ genannt. Der Himmel ist das letzte Ziel und die Erfüllung der tiefsten Sehnsucht des Menschen, der Zustand höchsten, endgültigen Glücks.
Nr. 1026: Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat uns Jesus Christus den Himmel „geöffnet“. Das Leben der Seligen besteht im Vollbesitz der Früchte der Erlösung durch Christus. Dieser lässt jene, die an ihn geglaubt haben und seinem Willen treu geblieben sind, an seiner himmlischen Verherrlichung teilhaben. Der Himmel ist die selige Gemeinschaft all derer, die völlig in ihn eingegliedert sind.
Mich wundert, dass in KiZ-Leserbriefen etwas vom KKK gänzlich Abweichendes „aufgetischt“ wird.
Dr. Johann Hahn, Perg
Jesus, aber nicht nur er, hat uns vorgelebt, wie wir uns auf Erden schier paradiesische Zustände schaffen könnten: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!
Auf ihr Christen! Vertraut auf Jesus. Auch wenn es manche Enttäuschung gibt. Ihr werdet das Paradies sehen. Wenn nicht gänzlich jetzt und hier, so vollkommen demnächst und drüben.
Rudolf Danninger, Gutau
Den Leserbrief der Schülerinnen und Schüler der Europaschule (Nr. 51/2018) fand ich sehr interessant. Sie fragen sich, warum die Kirchenleitung nicht mehr tut gegen die Abwendung der jungen Leute von der Kirche. Mich würde interessieren, wie viele Priester es gibt, die eine Predigt halten können, die Junge und Alte begeistert. Denn nur so kann man junge Menschen zur Kirche bringen und alte Menschen in der Kirche halten. Vielleicht sollte man Veranstaltungen getrennt für Junge und für Alte machen. Ich denke, für junge Menschen sind die Glaubwürdigkeit und die Wahrhaftigkeit sehr wichtig. Sie wollen auch in der Kirche nichts davon hören, von dem sie wissen, dass es so ganz bestimmt nicht ist. Geschichten, wo sie sich sofort umdrehen und weggehen würden, wenn sie diese auf der Straße erzählt bekämen.
Gottfried Stögner, Thalheim
Nicht nur in der Kirche, auch in der Gesellschaft wurde immer der jüngere Schöpfungsbericht (Gen 1) bevorzugt. So wurde die Haltung des Menschen im Sinne von Beherrschen und Unterwerfen zementiert. Im zweiten Schöpfungsbericht (Gen 2) heißt es aber: Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn hüte und bebaue. Der Ausdruck „hüten“ besagt Verantwortung für die Schöpfung und Achtung für die Würde von Tieren. Landwirte sind mit dem Problem konfrontiert, dass uneinsichtige Hundehalter ihre Lieblinge frei herumlaufen lassen auf Mähwiesen und Weiden und in Waldgebieten. Da kommt es vor, dass ein Schäferhund, wenn er über den Elektrozaun springt, die flüchtenden Schafe beißt. Die Bissstellen sieht man durch das dichte Fell nicht. Erst wenn sich die ‚Tiere von der Herde absondern, bemerkt man die Wunde voller Maden. Die Tiere leiden. (...)
Matthias Leitner, Unterach
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