BRIEF_KASTEN
Durch die Kirchenzeitung der Diözese Linz weht nun ein frischer und mutiger Wind.
Karlheinz Sandner, Kefermarkt
Zum Kommentar in Nr. 26
Ich erkenne nicht wirklich, worin die Peinlichkeit besteht, die ein Mitarbeiter ihrer Zeitung, der ins Bild gesetzt seit kürzerem ein aufgeblähtes Aussehen wiedergibt, bestehen soll? Sagt die Vatikanbehörde etwas, ist es peinlich, sagt sie nichts ist es auch peinlich – oft genug in letzten Jahren an dieser Stelle zitiert! Die angesprochene Alltagssatire ist leider menschlich, auch deren Schwächen. Doch Begierde verursacht so viel Leid und Schmerz bei den Betroffenen. Und da den Heiligen Geist lächerlich zu machen, der wirklich Hilfe geben kann, ist aus meiner Sicht wirklich beschämend. Sichtlich hat die Leib- und Körperfreundlichkeit dem Redakteur gut getan. Dies allerdings zur Frontmeinung der Kirchenzeitung zu machen, ist bei Gott nicht angemessen!
Dipl. Ing. Andreas Mensdorff-Pouilly, Linz
Der Kommentar von Chefredakteur Niederleitner in der letzten Kirchenzeitung spricht Bände. Es ist wirklich tragisch, was da in Rom für Blödsinn passiert. Solche „Weisheiten“ schreien zum Himmel, stoßen besonders auch bei derJugend auf totales Unverständnis und sind total weltfremd.
Peter Inzinger, Scharten
Zum Leserbrief in Ausgabe 25
Mit Verwunderung habe ich den Leserbrief über Fronleichnam in Enns gelesen (Kirchenzeitung 15. 6. 2023, S. 25).
Jede Frau aus Enns kann die Monstranz durch die Straßen tragen. Das muss nur der PGR beschließen. Kein Bischof und kein Papst wird das verbieten. Oder haben Sie Angst vor der Reaktion der Gläubigen? Diese allerdings kann Ihnen kein Bischof und kein Papst nehmen.
Frauen dürfen in der Kirche alles bis auf die Wandlungsworte sprechen. Warum man sich in dieser Frage so lähmen und blockieren lässt, verstehe ich nicht. Erzkonservative Kardinäle und Bischöfe werden dem Papst auch nächstes Jahr die Frauenweihe nicht gestatten. Das kann aber nicht verhindern, dass eine Frau die Prozession 2024 in Enns anführen wird. Wann endlich ist der Mut zu eigenen Entscheidungen stärker als die ewige Jammerei (auch in der Kirchenzeitung)? Diese verhindert Chancen!
Pfarrer Karl Niederer, Graz
Zur Berichterstattung in Ausgabe Nr. 26
Am Samstag (2. 6., Anm.) ist die Altkatholische Priesterin Maria Kubin in der evangelischen Gustav-Adolf-Kirche in Wien zur neuen altkatholischen Bischöfin in Österreich geweiht worden. Über diesen Kiz-Bericht habe ich mich gefreut – aber noch mehr gefreut hat mich, dass auch unser Bischof Manfred Scheuer unter den Geladenen der Geschwisterkirchen dabei war. Diese Weihefeier sollte als „Positivbeispiel“ der Ökumene öffentlich bekannt gemacht werden.
Hans Mayer, Molln
Zur „Räume für Gott öffnen“ in Ausgabe Nr. 26
Rund um „Peter & Paul“ war das Thema Priesterweihe in kirchlichen Medien auch heuer wieder prominent zu finden. Nirgends aber wurde geklärt, was die Priesterweihe bedeutet bzw. angeblich bewirkt. Dabei müssten wir genau diese Frage umfassend angehen. Denn die Tradition des kirchlichen Lehramtes bietet dazu wenig Hilfreiches; und auch die Kardinal Schönborn jüngst in den Mund gelegte Aussage, Priester wären selbst Sakrament, dürfte eher in die Sackgasse des Klerikalismus führen als einen produktiven Beitrag zur kirchlichen Ämterfrage liefern. Wenn die Kirche aber das Amtspriestertum retten will, muss sie die Weihefrage mit der Qualität heutiger Theologie beantworten können.
Dr. Harald Prinz, Enns
Zur „Weil Deutschklurse auf dem Land fehlen“ in Ausgabe Nr. 26
Zunächst: Hut ab vor den Hörschinger Frauen, die in ihrer Freizeit Deutschkurse für geflüchtete Menschen anbieten. Dennoch: Sieht man – schon seit Jahren(!) – Bilder von Flüchtlingsgruppen, dann handelt es sich (fast) ausschließlich um relativ junge Männer. Man fragt sich manchmal: Geht es den Ehefrauen, Müttern, Schwestern, Töchtern dieser Männer – etwa
in Afghanistan oder Syrien – so „gut“, dass die gar keinen Wunsch nach Flucht verspüren? Oder lässt man die Frauen einfach schutzlos zurück, weil deren Stellenwert in diesen Ländern als so gering
erachtet wird, dass man sie mitleidlos der tyrannischen Behandlung überlässt, der sie durch die Taliban und andere Barbaren ausgesetzt sind?
Franz Pichler, Perg
[...] Die Kapuziner und die Karmelitinnen verlassen Gmunden, Jesuiten ziehen sich nach 400 Jahren aus Linz zurück, das Trappistenkloster in Engelszell wird aufgelassen. Das sind die Schlagzeilen der jüngsten Vergangenheit. Zählte man 1980 in Österreich noch 10.590 weibliche Ordensmitglieder, so waren es 2021 nur noch 2822 – also ein Viertel. Bei den männlichen Mitliedern hat sich die Zahl von 3086 (1986) auf 1488 halbiert. Die Frage nach den Ursachen dieser Entwicklung, warum junge Menschen nicht mehr bereit sind, sich längerfristig oder lebenslang an einen Orden zu binden, sind sehr vielfältig. [...] Besonders betonen möchte ich aber, dass allen Frauen und Männern, die aus freiem Willen die oft strengen Ordensregeln und Gelübde übernommen haben und auch in Zukunft übernehmen, unsere Hochachtung und Wertschätzung entgegengebracht werden. Die oft jahrzehntelange Arbeit im Dienste der Kirche, in den Spitälern und Krankenhäusern, in öffentlichen Einrichtungen und in der Mission, jenen, die diesen oft schweren und aufopfernden Dienst verrichtet haben und immer noch verrichten, gebührt unser besonderer Dank. [...]
Johann Kothmayr, Gschwandt
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