BRIEF_KASTEN
Zum Leserbrief „Neidisch auf die Polizei“ in Nr. 24
Dr. Harald Prinz fragt in seinem Leserbrief, „wann es wohl in der Kirche so weit sein wird, dass zu Fronleichnam eine Priesterin – mit oder ohne Tätowierung – das Allerheiligste trägt ...“. Er nimmt dabei Bezug auf eine tätowierte Polizistin, die bei der Fronleichnamsprozession in Enns
für Verkehrssicherheit sorgte.
Ich stimme ihm vollinhaltlich zu und frage mich auch jedes Jahr aufs Neue,
warum keine Frauen den „Fronleichnamshimmel“ tragen oder zumindest mittragen dürfen. Oder gibt es das schon irgendwo? Es wäre eine Freude, wenn die Kirchenzeitung über „Himmelträgerinnen“ berichten würde. Frauen tragen doch schon längst die Kirche an der Basis.
Stürzen die Grundfesten ein, stürzt auch die Spitze.
Zita Eder, Bad Zell
Zum schweren Unglück eines Flüchtlingsboots südwestlich von Griechenland
Unzählige Menschen sind ertrunken. Wieder einmal. Und praktisch vor unseren Augen. „Bootsunglück“ steht in der Zeitung. Ich weiß zwar nicht, wie ich dieses Geschehen bezeichnen soll, ein Unglück ist es jedenfalls nicht! Ein Unglück ist, in einer elenden Gegend dieser Erde geboren zu werden. Dabei gibt es so viele Länder, wo die Menschen in Wohlstand leben.
Ein Schicksal, gegen das man machtlos ist?
Die ertrunkenen Menschen wollten sich wehren gegen ihr Schicksal, ein armseliges Leben führen zu müssen. Sie haben es nicht geschafft. Da können wir halt nichts machen! Können wir nicht? Innerhalb weniger Stunden erreichen wir mit dem Flieger jeden Flecken dieser Erde. Beim letzten langen Wochenende haben das auch viele von uns gemacht. Warum haben die Ertrunkenen nicht den Flieger genommen?
Der Wohlstand ist ungleich verteilt. Das wissen wir. Wenn uns das nicht egal ist, dann können wir etwas dagegen tun. Wir tun zu wenig, sonst wären diese Menschen auf dem überfüllten Boot nicht ertrunken.
Rudi Danninger, Gutau
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