BRIEF_KASTEN
Es ist für mich ungeheuerlich, menschenverachtend sowie unverantwortlich: Die weltweiten Militärausgaben steigen, steigen und steigen jedes Jahr immer mehr – aktuell lt. Stockholmer Int. Friedensforschungsinstitut (SIPRI) auf sage und schreibe 2,24 Billionen Dollar - und dadurch steigt auch immer mehr die Zahl der Toten und Verwundeten sowie das Leid aller davon betroffenen Familien, Angehörigen, Freunde usw. Laut einem Bericht des Internationalen Instituts für nachhaltige Entwicklung aus dem Jahr 2020 könnte der Hunger in der Welt bis 2030 bei einem Input von 33 Milliarden US-Dollar pro Jahr oder insgesamt 330 Milliarden US-Dollar gestoppt werden. Liebe Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft, bedenken Sie diese Zahlen im Vergleich zu den „bescheidenen Mitteln“ den Hunger in der Welt zu überwinden. [...]
Hans Riedler, Linz
Beim Ordnen las ich in einer Zusendung eines Hotels, in dem ich zweimal war. Ich war überrascht, aber dann sehr erfreut über die religiösen Formulierungen. Das gibt es heutzutage leider selten. Ein wie sinnvolles Glaubenszeugnis könnte es sein, wenn jemand z. B. eine Zeitungs-Parte sehr vom Auferstehungsglauben her formuliert. Bei allem, was wir religiös-gläubig tun, ist das eine Chance für Glaubensferne, etwas von einem sinnvollen Leben zu entdecken. Den eigenen, erfreulichen Glauben anzusprechen und weiterzugeben, ist unser Auftrag im Sinn Jesu Christi. Das belastet nicht, sondern belebt uns selbst im Glauben und beglückt uns. Das ist im Sinn des „Allgemeinen Priestertums“, wie es im letzten Konzil gesagt wurde. [...]
Mag. Gilbert Schandera, Emeritierter Pfarrer, Linz
Zu einem Leserbrief in Ausgabe 15:
Danke Alois Litzlbauer aus Waldzell für seine Meinung den Friedensgruß im Rahmen der Messliturgie betreffend. Es sei mir eine kleine Ergänzung erlaubt: Ich würde mir wünschen, am Gottesdienstende die Gläubigen mit „Gehet hin und BRINGT Frieden“ zu entlassen. Also ein dezidierter Auftrag zur aktiven Mithilfe an einem Friedensprozess, jeder in seinem möglichen Wirkungsbereich! Es sollte nicht nur um die Erhaltung von Traditionen, sondern vielmehr um das Schaffen von Sinnhaftigkeit in Teilbereichen der Liturgie gehen.
Dr. Gerhard Bayer, Pöndorf
Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil zieht sich die Diskussion über das Zölibat, auch in der Kirchenzeitung. Ich weiß, dass das nicht das einzige Problem und auch nicht das Allheilmittel ist. Es ist jedoch neben den weltweiten Missbrauchsvorwürfen ein Schwerpunkt, wo sich die Kirche verlogen und machtbesessen präsentiert. Sind wir heute wirklich in der Nachfolge Jesu? Würden all diese Themen ehrlicher und wertschätzender gegenüber den Frauen behandelt werden, würden sich viele Diskussionen erübrigen. [...] Vordergründig mit Gelübte und Kirchengebot, wo schlimme Demütigungen und Ausschluss gehandhabt wurden. Inoffiziell Toleranz von Freundin und Kindern. Wo sogar manche Pfarrer mehr Zeit für Freundin und Hobby verwenden als für „ihre“ Pfarre. Dass sich da viele Menschen angewidert abwenden und aus dieser Kirche sich verabschieden: Wen wundert das?
Robert Klausberger, Katsdorf
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