BRIEF_KASTEN
Zu einem Leserbrief in Ausgabe 14:
Die Tiefen der in einem Leserbrief zitierten Aussage eines Weihbischofs – „Der Zölibat macht nur Sinn, wenn es Christus gibt“ – versteht man am besten, wenn man es auf den Sport überträgt, etwa so: „Der Elfmeter macht nur Sinn, wenn man in einem Fußballspiel ist.“ Eh klar, würde man sofort sagen. Aber wir wissen auch: Fußball besteht nicht nur aus Elfmeter, sondern auch aus Abstoß, Freistoß, Corner, Out, Dribbling etc. Ein Fußballspiel bleibt ein Fußballspiel, auch wenn es keinen Elfmeter gibt. Übertragen auf die obige Zölibatsaussage heißt das doch: Es gibt Christus, auch wenn es keinen Zölibat gibt!
DI Dr. Gerhard Hubmer, Marchtrenk
Zu „Auferstehung ist keine Rückkehr“, Ausgabe 13:
Der Meinung des Theologen Trummer, dass die Auferstehung des Menschen kein passives Geschehen ist, sondern – ich zitiere Trummer – dass ich selbst aufstehen muss, „auch im Tod“, kann ich so nicht zustimmen. Müsste ich mich darauf verlassen, käme ich mir sehr verlassen vor!
Mein Glaube ist vielmehr, dass Jesus Christus selbst meine Auferstehung in die Hand nimmt, mir im Tod entgegenkommt und mich zur Auferstehung ins ewige Leben bei Gott führt. Das glaube ich, darauf baue und vertraue ich. Und nicht auf mein eigenes Aufstehenmüssen.
Ingrid Oberkalmsteiner, Pinsdorf
Eine Osternachtfeier ohne Priester? Unvorstellbar – und doch machbar! So gestaltet dieses Jahr in unserer Pfarre. Die Voraussetzungen: 1. ein Pfarrer, der das Wagnis übernimmt, seiner Pfarrgemeinde Verantwortung zu übertragen, der Vertrauen hat in das Verantwortungsbewusstsein seiner Gemeinde; 2. ein Team, das sich darübertraut und das Erfahrung hat mit der Gestaltung von Gottesdiensten. Wenn in diesem Team dann noch ein Projektchor mit einer begabten Chorleiterin und einem charismatischen Organisten mitwirken – was soll da noch schiefgehen? Ja, und die Hauptperson – ob mit oder ohne Priester – haben wir deutlich in unserer Mitte gespürt: Jesus. Es war eine Osternachtsfeier, die die Osterfreude eindrucksvoll vermitteln konnte. Es war wie eine „Reifeprüfung für eine verantwortungsbewusste Pfarrgemeinde“.
Ing. Horst Müller, Weibern
Wir werden tagtäglich mit Verboten überschüttet. In Coronazeiten hat man sich nicht einmal die Hand geben dürfen. Alles Mögliche wird verboten, aber die Erzeugung von Waffen ist völlig legal, wo doch jeder Mensch weiß, was man damit anrichtet. Es werden unschuldige Menschen getötet, nur damit ganz wenige Menschen reich werden durch den Erwerb von den Waffen.
Besser wäre es, so denke ich, allen Menschen so viel zu geben, dass sie genug zum Leben haben. Das würde sicher nicht mehr kosten als die ganze Waffenproduktion. Ich meine, dass 98 Prozent der Menschen Frieden auf dieser Welt möchten, aber leider werden wir von 2 Prozent regiert, die anderes im Sinn haben. Ich bin auch für Verbote, aber nur für die Waffenindustrie!
Reinhold Grausam, per E-Mail
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