BRIEF_KASTEN
Zu „Neue Schädlinge auf dem Vormarsch“ in Ausgabe 13:
Was ist los mit der Kirchenzeitung? Der Artikel zur Situation der Landwirtschaft in der Nummer zum Palmsonntag hat mich zutiefst schockiert. In der Kirchenzeitung konnte ich über viele Jahre sehr differenzierte und informative Beiträge zur Landbewirtschaftung lesen. In letzter Zeit scheint mir dieser Geist abhandengekommen zu sein. Die Beiträge lesen sich zunehmend so, als kämen sie aus der Redaktion der Landwirtschafts- oder der Bauernzeitung, wie der Beitrag „Neue Schädlinge auf dem Vormarsch“. Auf einer ganzen Seite wird über den Klimawandel und über zunehmend fehlende chemische Pflanzenschutzmittel und die „böse NGO-Politik“ geklagt. Kein Wort darüber, dass auch die Landwirtschaft einen Beitrag zum Klimawandel leistet: Kein Wort über Strategien aus dem Teufelskreis, Schädlinge mit Gift zu bekämpfen, noch mehr Schädlinge noch mehr Gift. Dass es anders geht, beweist seit vielen Jahren die biologische Landwirtschaft. Gibt es in ihrer Redaktion niemanden mehr, der sich unabhängig mit Landwirtschaft und Schöpfungsverantwortung beschäftigt? Sehr bedauerlich für mich als Leserin.
Annemarie Pühringer-Rainer, Niederkappel
Bei der letzten Bischofskonferenz stand auch der Zölibat auf dem Programm. Was ist dabei herausgekommen? Nichts! Die Bischöfe konnten sich weder für noch gegen den Zölibat aussprechen. Also kein klares Ja oder Nein. Kein Ergebnis und nur ja nirgends anstoßen. Wo melden sich unsere Bischöfe zum Ukrainekrieg? Warum rufen sie nicht zum Gebet für den Frieden auf? Man hört nichts zur Inflation und der Teuerung, zur Gier der Großkonzerne, zu den hohen Energiepreisen, zur immer weiter auseinanderklaffenden Schere zwischen Arm und Reich. Liebe Bischöfe, wacht doch endlich auf und bezieht zu den Problemen, die uns alle belasten, endlich Stellung. Werdet Mahner und Rufer gegenüber der Politik und den verantwortlichen Managern. Ihr könnt ruhig lästig werden. Die derzeit laufende Umstrukturierung der Pfarren bringt meiner Ansicht nach gar nichts. Die Priester werden dadurch nicht mehr und die wenigen werden kreuz und quer von Pfarre zu Pfarre geschickt. Hat hier jemand auch schon einmal an die Umwelt gedacht? Macht doch endlich den Weg frei für verheiratete Männer und Frauen für das Priesteramt.
Verheiratete und aus dem Amt entlassene Priester würden wieder zurückkommen. Von den 750 meist verheirateten Diakonen würden sich sicher viele zum Priester weihen lassen.
Gibt es in Österreich überhaupt noch Bischöfe? Man hört nichts von ihnen. Sie treten öffentlich nicht auf. Mich wundert es nicht, dass sich immer mehr Menschen von dieser Amtskirche abmelden.
Franz Desch, Gaflenz
Ich habe mir schon öfters Gedanken gemacht über den Friedensgruß nach dem Vaterunser, der so lautet: „Der Friede sei mit euch.“ Würde es da nicht auch treffend passen, wenn die Verkünder sagen würden: „Der Friede sei mit uns“, weil doch auch die vermeintlichen liturgischen Friedenspender ein Teil der christlichen Gemeinschaft sind oder sein sollen. [...]
Alois Litzlbauer, Waldzell
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