BRIEF_KASTEN
Es waren acht Jahre, die Asia Bibi im Gefängnis verbrachte. Die Katholikin wurde 2010 zum Tode verurteilt. Dazu geführt haben soll ein Streit zwischen Asia Bibi mit muslimischen Frauen, die die Christin beschuldigten, den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Abgespielt hat sich der Vorfall in Bibis pakistanischem Heimatdorf Ittanwali, wo sie auf der Farm eines Landbesitzers arbeitete. Gemeinsam mit ihrem Mann, einem Ziegeleiarbeiter, und ihren fünf Kindern zählte sie zur christlichen Minderheit im Dorf, das überwiegend von Muslimen bewohnt ist.
Kanada. Freigesprochen wurde die Katholikin vom Obersten Gerichtshof Pakistans schon am 31. Oktober 2018. Nach ihrer Haftentlassung im November lebte sie wegen Todesdrohungen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen an einem geheimen Ort. Nun ist sie laut einem Zeitungsbericht nach Kanada ausgereist und wieder „mit ihrer Familie vereint“, zitiert die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ Bibis Anwalt, Saif Ul-Malook. Demnach war die Katholikin mit ihrem Mann in das Land übergesiedelt, in dem sich bereits ihre Töchter aufhielten. Den genauen Zeitpunkt ihrer Ausreise und wie sie das Land verlassen habe, könne der Anwalt aus Sicherheitsgründen nicht offenlegen. Er selbst lebt dem Bericht zufolge weiter in Pakistan.
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