BRIEF_KASTEN
Thomas von Aquin, der mittelalterliche Theologe, ordnete die Neugier den Lastern zu. Die Wissbegierde aber, die eine Spielart der Neugier ist, rechnete er zu den Tugenden – offenbar getreu dem alten Spruch: Neugierig bin ich nicht, aber wissen möcht‘ ich es schon. Natürlich hat im sozialen Leben Neugier auch Schattenseiten, wenn sie unangenehm ins Privatleben eindringt. Aber von der Evolution her ist der Trieb, Neues kennenzulernen, sehr wichtig – und zwar sowohl beim Menschen als auch beim Tier. Das Risiko der Neugier wird nämlich durch den Erfahrungsgewinn aufgewogen: Wer mehr Erfahrungen hat, kann auf die Widrigkeiten des Lebens besser reagieren und ist weniger dem Stress der Unsicherheit ausgesetzt.
Machen Sie mit! Wissenschaftler untersuchte die Lebensdauer von Ratten. Wer lebte länger: die neugierigen oder die anderen?
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Lösung des Denkmals von Ausgabe 28: Rollgerste oder Graupen
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