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Namenstag

Berta (4. Juli)

Menschen & Meinungen

Nachdem ich einige Geschwister habe, sind meinen Eltern die Namen ausgegangen. Sie nahmen sich den Kalender zu Hilfe. Der Blick fiel auf den Namen Berta.

Ausgabe: 27/2020
30.06.2020
Sr. Berta Bumberger, Pastoralassistentin in der Pfarre Gunskirchen.
Sr. Berta Bumberger, Pastoralassistentin in der Pfarre Gunskirchen.
© Privat

Der Name war anfangs eher befremdlich für mich, bis ich verschiedene Kosenamen bekam wie z. B. Edel-Berta, die meinen Namen veredelten.

Im Laufe der Zeit wurde ich auf die Biografie von der Heiligen Berta von Blangy aufmerksam. Ich war beeindruckt von ihrer Persönlichkeit und ihrem tiefen Gott vertrauen.

Ihre Lebensweisheit und Ehrfurcht vor Gott und jedem Leben möchte ich von ihr lernen und im Alltag umsetzen. Bei der Heiligen Berta hat sich die Bedeutung des Namens im konkreten Leben verwirklicht.

Die Glänzende, die Prächtige: Gott konnte durch sie wirken und ausstrahlen.

Den Grafen Rigobert und seiner Frau Ursana, wurde ihre Tochter Berta geboren. Das Kind war überaus schön und von der Mutter unterrichtet und erzogen. Auch ausgewählte Stücke der hl. Schrift wurden dem Mädchen, erläutert und ans Herz gelegt, damit sein Sinn und Wandel dadurch geheiligt werde. Als nun Berta das achtzehnte Jahr erreicht hatte, erscholl ihr Ruf weit und breit im Frankenland, dass kein Mädchen dieses Alters mit ihr verglichen werden könne.

Sigfried, ein Verwandter des Königs Chlodwig, ein vortrefflicher Mann, hörte auch von Berta, fasste den Entschluss, um ihre Hand anzuhalten und reiste zu dem Grafen Rigobert.

Berta lebte mit ihrem Mann mehrere Jahre in harmonischer Ehe, und es wurden ihnen fünf Töchter geschenkt. Ihr Mann Sigfried starb glückselig im Herrn und wurde in Blangy neben der Kirche begraben.

Nun wollte Berta all` ihre Hoffnung und ihren Dienst ganz allein dem allmächtigen Gott zuwenden. Nach reiflicher Überlegung fasste sie den Entschluss, zur Ehre des Herrn eine Kirche zu erbauen. Allein der erste Bau stürzte gänzlich zusammen, bevor er vollendet war. Nun ließ sie die Kirche an einem anderen Ort erbauen und er war noch nicht eingeweiht, stürzte dieser auch ein. Ihre Freundin tröstete sie und sprach: „Ich hoffe, meine Schwester, dass der Herr einen anderen Ort auserwählt habe, wo du ihm ein Haus bauen sollst; wir wollen deshalb durch standhaftes Gebet und Fasten seine Barmherzigkeit anflehen. Nach drei Tagen wurde Berta die Offenbarung darüber zu Teil, dass die Kirche und das Kloster gebaut sollen werden in der Nähe von Blangy am Fluss Thena, wo vier Steine in Gestalt eines Kreuzes liegen.

Berta suchte den Ort auf, fand das von Steinen geformte Kreuz und machte sogleich alle Anordnung, um hier den Bau zum dritten Mal zu beginnen. Nachdem Kirche und Kloster vollendet waren, wurde das Gotteshaus mit großer Feierlichkeit und Freude eingeweiht.

Berta gründete als Witwe nach 686 das Kloster Blangy bei Arras, das sie als erste Äbtissin leitete. Berta starb um 725 und wurde zu Blangy begraben.

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