BRIEF_KASTEN
Der 49-jährige Zisterzienser, der seit August schon Administrator seiner Abtei war, gehört damit auch der Österreichischen Bischofskonferenz an. Denn Wettingen-Mehrerau ist eine Territorialabtei, die direkt dem Papst unterstellt ist. Und das ist nicht die einzige Besonderheit, mit der es der in der Schweiz geborene und in Liechtenstein aufgewachsene neue Abt zu tun hat. Denn als Klostervorsteher in der Mehrerau ist er auch Abtpräses einer eigenen Zisterzienser/innen-Kongregation mit 21 Klöstern von Slowenien bis in die USA.
Die Abtei Mehrerau selbst ist für seine Schulen bekannt. Auch der meist als bodenständig bezeichnete Wohlwend besuchte hier das Gymnasium und war später Erzieher und Religionslehrer. Er habe sich „in diese Schule verliebt“, erzählte er nach der Bestätigung seiner Wahl. Wie andere kirchliche Einrichtungen, so war es auch hier zu Missbrauchsfällen gekommen. Die Aufarbeitung dieser Vergangenheit war schwierig. Aktuell sei man in einer Phase der Orientierung, sagt der Abt. Während sich seine Familie über die Wahl gefreut hat, war sein Ordenseintritt 1991 für seine Eltern eine Herausforderung. Die Wahl des Ordensnamens Vinzenz – nach zwei seiner Onkel – sollte da besänftigen, wie er dem ORF erzählte. Sein Motto als Abt stammt aus der Benediktsregel: „Höre, erwäge, erfülle in die Tat“.
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