BRIEF_KASTEN
Als Kardinal Christoph Schönborn am 30. Juni 1998 zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz in der Nachfolge von Bischof Johann Weber gewählt wurde, trat er kein leichtes Amt an. Sein Vorgänger als Wiener Erzbischof, Kardinal Hans Hermann Groër, hatte ein schweres Erbe hinterlassen. Mit hoher Kompetenz und wachsender Sicherheit gelang es Kardinal Schönborn, innerkirchlich wie außerkirchlich ein konstruktives Gesprächsklima zu pflegen.
Die seit Montag laufende Sommervollversammlung der Bischöfe steht im Zeichen der Corona-Pandemie: Die für März geplante Frühjahrsvollversammlung war wegen der Covid-19-Einschränkungsmaßnahmen ausgefallen. Das Sommer-Treffen ist von vielen Corona-Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Und inhaltlich geht es unter anderem um die Auswirkungen der Pandemie auf Gesellschaft und Kirche.
Seit 2005 tritt die Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz jeweils im Frühjahr, Sommer und Herbst zusammen. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Koordinierung der kirchlichen Arbeit. Ihr Vorsitzender ist kein „Oberbischof“ und hat keine Befugnisse, in die klar geregelte und umfassende Kompetenz der Diözesanbischöfe einzugreifen. Die Aufgabe des Vorsitzenden ist nach innen die eines Moderators unter den Bischöfen, nach außen ist er Stimme und Gesicht des österreichischen Episkopats. kathpress/slouk
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