In der Reihe Kunst & Geschichte_n stellt Experte Lothar Schultes Persönlichkeiten vor, die in Kunst und Geschichte wichtige Spuren in Oberösterreich hinterlassen haben.
Die abschlossene Reihe "alt & kostbar" finden sie hier.
In feierlichem Rahmen wurden am 21. September 2026 abends die Preisträger:innen des ersten Forschungsawards der PHDL mit ihren herausragenden Arbeiten vor den Vorhang geholt.
Mit dem Nachwuchsforschungspreis „PHöniX“ werden herausragende Leistungen von Nachwuchswissenschaftler:innen, vor allem von Studierenden, ausgezeichnet. Der Preis würdigt insbesondere die Qualität und Originalität der Arbeiten sowie die bildungsrelevante Forschung und will junge Wissenschaftler:innen in ihrer weiteren akademischen Entwicklung stärken. Die Bezeichnung mit „PHöniX“ stammt aus der griechischen Mythologie und steht für Neuanfang und Zukunft.
Der Forschungspreis „GryPHos“ richtet sich an etablierte Wissenschaftler:innen und würdigt kontinuierliche wissenschaftliche Exzellenz sowie innovative Forschungsleistungen mit gesellschaftlicher und bildungsrelevanter Wirkung. Der Greif „GryPHos“ symbolisiert Wachsamkeit und Stärke.
Die PHDL zählt über 1.500 Studierende, davon 1.300 Frauen und 280 Lehrende. Zur großen Freude der Jury gab es so viele Einreichungen, dass sie die Auszeichnungen um Anerkennungspreise erweitert haben. Der erste von drei Anerkennungspreisen ging an Tamara Edler und Sarah Sophie Wögerbauer für ihre gemeinsame Masterarbeit „Wohlbefinden und Werte im neuseeländischen Schulsystem. Eine qualitative Studie ausgewählter neuseeländischer Volksschulen“, betreut von Renate Hofer-Truttenberger. Die beiden Autorinnen haben dazu eine Reise nach Neuseeland unternommen.
Für seine Arbeit „Optimierung der Biodiversität auf Grundstücken der Kirche in Oberösterreich. Eine interdisziplinäre, praxisnahe Untersuchung zur Förderung artenreicher Flächen unter Berücksichtigung theologischer und naturwissenschaftlicher Perspektiven“ wurde Samuel Hanner ebenfalls mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Die Arbeit – eingereicht bei Severin Renoldner – zeigt die Handlungsmöglichkeiten auf, die mit dem kirchlichen Grundbesitz verbunden sind.
Für ihre Arbeit „Bedeutung von Rassismus in der Schulzeit hinsichtlich der Selbstpositionierung und Selbstwahrnehmung betroffener Personen im Erwachsenenalter“, betreut von Bettina Brandstetter, wird Alexandra Wieser mit einem Anerkennungspreis geehrt.
Die Jury erkannte den „PHöniX“ Barbara Stifter für ihre Arbeit „Einsatz digitaler Medien bei Kindern mit ADHS im Unterricht. Eine Studie zu Einstellungen und Erfahrungen von Lehrpersonen“ zu (betreut von Thomas Schöftner). Die Masterarbeit von Stifter entstand aus einem im 1. Unterrichtsjahr erfahrenen Praxisfall, der sie an ihre pädagogischen Grenzen gebracht hat. Dabei wurde die Frage nach ADHS und die Sinnhaftigkeit der Verwendung digitaler Medien bei diesen Kindern virulent.
Mit dem „GryPHos“ wurde Professor Boris Blahak ausgezeichnet. Er lehrt Germanistik mit besonderem Fokus auf die Sekundarstufenausbildung. Unter den wissenschaftlichen Arbeiten Blahaks ist seine Dissertation „Franz Kafkas Literatursprache. Deutsch im Kontext des Prager Multilingualismus“, ein 640-seitiges Werk, hervorzuheben. Diese hochkomplexe Materie hat Blahak zugleich fachdidaktisch für Lernende im Bereich Deutsch als Zweitsprache fruchtbar gemacht. Ausschlaggebend für die Jury war schlussendlich neben der umfassenden wissenschaftlichen Forschungs-, Publikations- und Vortragstätigkeit vor allem die Verknüpfung von Forschung, pädagogisch-fachdidaktischer Vermittlung sowie internationaler und multikultureller Vernetzung.
In der Reihe Kunst & Geschichte_n stellt Experte Lothar Schultes Persönlichkeiten vor, die in Kunst und Geschichte wichtige Spuren in Oberösterreich hinterlassen haben.
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