In der Reihe Kunst & Geschichte_n stellt Experte Lothar Schultes Persönlichkeiten vor, die in Kunst und Geschichte wichtige Spuren in Oberösterreich hinterlassen haben.
Die abschlossene Reihe "alt & kostbar" finden sie hier.
Die Augen von Christina Wais leuchten bei der Präsentation im Domcenter: „Was wir jetzt sehen können, das ist ein Forschererlebnis, das es in einem Leben nicht so oft gibt. Meine Freude ist riesengroß“, sagt die Kunsthistorikern und Leiterin des Projekts Glasmalereiforschung in Österreich. Seit Jahren ist sie in Restaurierungsprojekte rund um den Mariendom involviert. Der Grund der Freude ist schnell erklärt: Die Bischof-Rudigier-Stiftung hat einen bedeutenden Archivbestand der Tiroler Glasmalerei erworben und nach Linz geholt. Die Unterlagen umfassen unter anderem historische Skizzen, Entwürfe, Porträts, Fotoplatten und Schriftverkehr zur Entstehung der Gemäldefenster des Mariendoms. Sie ergänzen die bereits vorhandenen Bestände des Planarchivs, schließen eine wichtige Lücke in der Dokumentation der Kunstwerke und eröffnen neue Möglichkeiten, ihre Geschichte zu erzählen.
Die 42 Gemäldefenster des Lang- und Querhauses sowie die drei beeindruckenden Rosetten stellen die umfangreichste und berühmteste Fenstergruppe des Mariendoms dar. Sie wurden im Zeitraum zwischen 1910 und 1924 geschaffen und prägen aufgrund ihrer Größe und Gestaltung maßgeblich das Erscheinungsbild des Bauwerks. Die Darstellungen und Inhalte dieser Fenster wurden ganz wesentlich von Bischof Rudolph Hittmair entwickelt. Sie umfassen neben sakralen Motiven auch bedeutende Persönlichkeiten, Orte und Landschaften Oberösterreichs sowie historische Begebenheiten und erzählen aus der Geschichte des Dombaus und von seinen Unterstützer:innen. Gefertigt wurden diese Fenster in der Tiroler Glasmalerei. Nun kann ihre Entstehungsgeschichte in Linz präsentiert werden. Vermittlungsprojekte werden dazu entwickelt.
In der Reihe Kunst & Geschichte_n stellt Experte Lothar Schultes Persönlichkeiten vor, die in Kunst und Geschichte wichtige Spuren in Oberösterreich hinterlassen haben.
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