71 Flüchtlinge sind aus einem Schlepper-Lkw auf der A4 im Burgenland tot geborgen worden. Unter den vermutlich syrischen Opfern sind acht Frauen und vier Kinder. „Damit Flüchtlinge nicht gezwungen sind, auf Schlepper zurückzugreifen, müssen für sie legale Zugangswege geschaffen werden“, sagt Stefan Keßler, Politik- und Rechtsreferent beim Jesuiten-Flüchtlingsdienst Deutschland.
Während rund 20.000 Menschen in Wien für einen humanen Umgang mit Flüchtlingen demonstrierten, wurde am Abend des 31. August 2015 bei einem Gottesdienst im Stephansdom der 71 toten Flüchtlinge von der A4 gedacht. In Stellungnahmen aus den Kirchen wurde unterdessen der Ruf nach einer verantwortungsvolleren EU-Politik laut.
Die Caritas betreut derzeit insgesamt 2.868 Asylwerber/innen in Oberösterreich – 1637 davon in eigenen oder gemieteten Quartieren. Auch das private Engagement ist groß. Viele wollen es nicht beim Zuschauen belassen, sondern selbst helfen. Aber wie?
Dass sie die Familiensynode im Oktober genau verfolgen und nachher sogar in den Vatikan fahren wird, verrät Familienministerin Sophie Karmasin im Interview. Sie nimmt auch zur sozialen Lage der Familien in Österreich Stellung und spricht über Kinderbetreuungseinrichtungen als Chance für mehr Kinder in Österreich.