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Soziallandesrat Christian Dörfel (ÖVP) betonte die Bedeutung der neuen „Pflegestrategie 2040“. Er bezeichnete die pflegenden Angehörigen als den „größten Pflegedienst“ und eine tragende Säule unseres Landes. Ziel sei es, durch den Ausbau mobiler Dienste, lokaler Netzwerke und Tagesbetreuungsangebote verlässliche Entlastung im Alltag zu schaffen.
Eine wichtige Stütze dabei ist die Caritas-Servicestelle für Pflegende Angehörige, die in zehn Bezirken in Oberösterreich niederschwellig psychosoziale Beratung, Workshops und Treffpunkte anbietet. Martin Gruber, Leiter Betreuung und Pflege der Caritas OÖ und Caritas-Vorstand, erklärt: „Pflege von Angehörigen darf familiär bleiben. Aber sie muss familiär stemmbar bleiben.“
Wie wichtig die psychosoziale Beratung für pflegende Angehörige ist, belegt ein aktuelles Wirkungsmonitoring. Stefanie Weigerstorfer, stellvertretende Leiterin, berichtet: „Wer sich Unterstützung holt, fühlt sich emotional gestärkt und gewinnt Zuversicht.“ Beachtliche 96,9 Prozent fühlten sich nach Gesprächen emotional gestärkt und 100 Prozent würden die Beratung weiterempfehlen. Caritas-Expertin Weigerstorfer rät Angehörigen älterer Menschen dringend dazu, Unterstützung frühzeitig in Anspruch zu nehmen, bevor die Last zu groß wird. Als Beispiel nennt Weigerstorfer die vielfach schwierige und konfliktträchtige Aufteilung der Verantwortung zwischen Geschwistern.
SPÖ-Pflegesprecherin Gabriele Knauseder warnt davor, dass häusliche Pflege zur finanziellen Falle für Frauen wird, die drei Viertel aller Pflegenden ausmachen. Wer Stunden reduziert oder aussteigt, riskiere Altersarmut. Sie fordert verbindliche Kriterien zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege und weitere Verbesserungen.
Caritas-Servicestelle für pflegende Angehörige
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