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Man nennt diese feierlichen Umzüge „Prozessionen“. Dabei wird gesungen, gebetet und die Umgebung festlich geschmückt. Für viele Kinder ist das besonders spannend, weil sie selbst mitmachen dürfen – zum Beispiel Blumen streuen oder beim Schmücken helfen.
Zumeist gibt es im Pfarrgebiet vier schön geschmückte Altäre, die bei der Prozession besucht werden und wo miteinander gebetet wird. Mitgetragen bei der Fronleichnamsprozession wird eine Monstranz, ein besonderes Schaugefäß. Darin befindet sich eine Hostie, ein kleines Stück Brot aus dem Gottesdienst. Dieses Brot wird verehrt und hergezeigt.
Fronleichnam hat also mit einem wichtigen Teil des christlichen Glaubens zu tun: dem Brot im Gottesdienst. Bei der Eucharistie kommen Christ:innen zusammen und teilen Brot miteinander.
Dieses Brot ist für sie kein gewöhnliches Essen, sondern ein ganz besonderes Zeichen. Christ:innen erinnern sich dabei an Jesus und an das letzte Abendmahl, das er mit seinen Freund:innen gefeiert hat. Jesus hat Brot geteilt und damit gezeigt, dass er möchte, dass Menschen miteinander teilen und zusammenhalten. Für Christ:innen bedeutet die Eucharistie, dass Gott ganz nahe ist. Wenn sie Brot teilen, glauben sie, dass sie nicht allein sind, sondern miteinander verbunden bleiben – untereinander und mit Jesus.
So ist das Teilen des Brotes ein Zeichen für Gemeinschaft, Freundschaft und Zusammenhalt im christlichen Glauben. Bei der Fronleichnamsprozession wird das auch ganz öffentlich gezeigt und die Hostie durch die Straßen getragen.
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