Sr. Petra Auzinger gehört dem Orden der Kreuzschwestern an. Sie wirkt als Seelsorgerin am Klinikum Wels-Grieskirchen.
Während Pax Christi in Mainz tagte, hatten die USA und Großbritannien ihre vierte Angriffswoche auf Afghanistan fortgesetzt. Kampfjets warfen ihre tödliche Last auf Städte und Dörfer ab. Und US-Spezialeinheiten ließen sich auf direkte Kämpfe „am Boden“ ein. Die weltpolitische Situation nach dem 11. September war auch das Thema des Generalrates von Pax Christi, der alle zwei Jahre stattfindet. Bereits „unmittelbar nach den Anschlägen hatte Pax Christi USA davor gewarnt, dass aus (…) der Trauer nicht verzweifelte Rache, aus den sinn- und gnadenlosen Gewaltakten nicht eine neue Spirale internationaler Gewalt entstehen darf“, berichtete die Kirchenzeitung. In der zweiten Kriegswoche hatte die britische Sektion von Pax Christi zudem eine Petition an Tony Blair gestartet: Vom Premierminister wurde gefordert, gegen die militärischen Angriffe aufzutreten. Die Stellungnahme des internationalen Treffens im deutschen Mainz fiel ebenfalls klar aus: In einem von allen 50 Mitgliedsorganisationen unterzeichneten offenen Brief wurde US-Präsident George W. Bush zur sofortigen Einstellung der Kampfhandlungen aufgefordert. Dadurch hätten die internationalen Hilfsorganisationen die so dringend notwendige Unterstützung für die afghanische Bevölkerung vor Wintereinbruch durchführen können. Besonders kritisiert wurde in dem offenen Brief der Einsatz von Streubomben, die laut internationalen Übereinkommen als „inhumane Waffen“ bezeichnet wurden. Der deutsche Kardinal Karl Lehmann hatte bei seinem Referat bei der Tagung in Mainz wiederum betont, dass „im Lichte des Evangeliums Gewalt und Krieg nicht zu rechtfertigen seien“.

Sr. Petra Auzinger gehört dem Orden der Kreuzschwestern an. Sie wirkt als Seelsorgerin am Klinikum Wels-Grieskirchen.
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