„Wenn so etwas passieren sollte, würde ich sofort dazwischengehen. Spieler, die in dieser Beziehung aus der Rolle fallen, sich danebenbenehmen und einen Streit anzetteln möchten, haben in meiner Mannschaft keinen Platz“, sagte er in einem Interview der „Welt am Sonntag“, wie die APA berichtete. Für ihn spiele es trotz der angespannten Lage im Land keine Rolle, welche Religion ein Spieler ausübe. „Ich habe mir vorgenommen, darauf bei der Zusammenstellung meiner Mannschaft keine Rücksicht zu nehmen“, sagte Österreichs Rekord-Teamspieler. „Bei mir stehen immer die nach meiner Auffassung besten Spieler auf dem Platz.“ Bestätigt fühlt sich Herzog in seiner Leitlinie durch einen Erfolg, bei dem sechs Juden und fünf Araber gemeinsam die Startelf bildeten. Aufmerksam sei er darauf allerdings erst durch Journalisten-Fragen nach dem Spiel geworden. Die Auswahl könne ein Vorbild für Israel sein, meinte der 50-Jährige. „Somit war es ein schönes Beispiel, dass in Israel das Miteinander zwischen den unterschiedlichen Volksgruppen und Religionsgemeinschaften möglich ist. Dies ist möglicherweise für dieses Land viel wichtiger als unsere zuletzt erzielten sportlichen Erfolge“, sagte Herzog.
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