Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Nach Ostern beginnt in den Pfarren die Firmsaison. 10.000 Jugendliche sind es in etwa, die in den nächsten Wochen und Monaten gefirmt werden. „Es ist erfreulich, dass diese Zahlen ziemlich konstant sind“, erklärt Christina Obermair, mitverantwortlich im Firmarbeitskreis der Diözese Linz. Wenig Veränderung gibt es auch beim Alter, mit dem man sich hierzulande firmen lässt. Es liegt in der Regel zwischen 12 und 14 Jahren. Eine generelle Erhöhung des Firmalters auf 16 bzw. 17, wie es das Bistum Passau oder die Diözese Feldkirch planen, ist in Oberösterreich kein Thema. Mit 17-Jährigen sei es vielleicht leichter zu arbeiten, gibt Obermair zu. Dennoch bleibt man in Oberösterreich bei der Empfehlung, in diesem Bereich am besten mit 14-Jährigen zu arbeiten. Gerade in diesem Alter brauche es eine besondere Zuwendung: „Die Firmlinge werden in den Pfarren so in einer schwierigen Zeit begleitet“, so Obermair.
Jede Pfarre macht es ein wenig anders in der Firmvorbereitung. Klar ist aber: Was früher der klassische Firmunterricht war, ist heute meistens eine Palette an Projekten. Egal wie es gemacht wird, wichtig sei, so Obermair, dass man schon im Vorhinein weiß: „Was wollen wir den Firmlingen mitgeben?“ Die Firmexpertin plädiert dafür, nicht ausschließlich alle Ressourcen in der Firmvorbereitung zu binden, damit auch für die andere Jugendarbeit genug Energie in den Pfarren bleibt. Obermair: „In der Firmvorbereitung gibt es oft ein tolles Programm, was ja sehr zu begrüßen ist. Wer kein Firmlinge ist, bleibt davon aber ausgeschlossen. Die Firmvorbereitungsangebote sollten für eine größere Zielgruppe geöffnet werden.“
Zur Sache
Im Sakrament der Firmung sagen die Jugendlichen ihr persönliches „Ja“ zur Taufe. Die Firmung bildet den Abschluss der Eingliederung, der „Initiation“, in die Gemeinschaft der Kirche. Für viele Firmlinge ist die Vorbereitung auch so etwas wie das erste bessere Kennenlernen der Pfarre. Der Begriff Firmung leitet sich vom lateinischen Wort „firmare“ her, was so viel wie bestärken und bekräftigen bedeutet. Dabei soll erfahrbar werden, dass Gott in allen Lebenslagen begleitet. Eine der Höhepunkte der Firmvorbereitung sind die SpiriNights. Es handelt sich dabei um Abende mit einer breiten Palette an spannenden Workshops. Umrahmt werden die SpiriNights von einer jugendgerechten Eröffnungsliturgie und einem gemeinsamen spirituellen Abschluss.
2018 finden in Oberösterreich vier SpiriNights statt. Am 14. April in Eggelsberg, am 21. April in Rohrbach, am 28. April in Andorf und am 5. Mai in Puchheim.

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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