Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Kleine Gruppen, die sich in Häusern und Wohnungen zur Bibelarbeit treffen. Auf dieser „urkirchlichen“ Basis ist die KIM-Bewegung vor 60 Jahren entstanden.
KIM steht dabei ausgeschrieben für „Kreis junger Missionare“. Der mittlerweile in Brasilien lebende Pater Hubert Leeb wollte damit Priester – und Ordensberufe – fördern. Er gründete KIM am Tag seiner Priesterweihe am 29. Juni 1962 vor fast 60 Jahren.
Noch immer ist KIM eine österreichweite Bewegung für Berufungen, fasst diesen Begriff aber weiter: etwa auch für Diakone, Pastoralassistent/innen, oder Eltern, denen religiöse Erziehung wichtig ist. Zudem hat sich der Schwerpunkt bei den Bibelrunden verlagert: weg von den privaten Gastgebern und hin zum KIM-Zentrum.
Der in Weibern im Hausruckviertel gelegene Bauernhof wurde in den 1970ern renoviert und ist spirituelles Zentrum, das vor allem als kirchliches Gästehaus weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Besonders Jungschar- und Firmgruppen nutzen es gerne für Wochenenden oder Ferienwochen. Bernhard Pfusterer, Diakon in Timelkam, ist das Gästehaus bestens durch die Organisation von Männerwochenenden vertraut: „Die Lage des KIM-Zentrums ist ideal. Rundherum ist viel Grün und man ist sofort im Wald“, streut Pfusterer der Einrichtung Rosen. Ein weiterer Vorzug der 84 Betten fassenden Unterkunft ist für ihn, dass Gäste zwischen Selbstverpflegung und Vollpension wählen können. Das Gästehaus punktet zudem mit Meditationsteich samt Biotop und einer großen Tenne, die eine ordentliche Schlechtwetter-Alternative bietet.
Dabei hat das KIM-Zentrum aufgrund von Corona durchaus harte Monate hinter sich. „2019, im Sommer vor der Pandemie, hatten wir 6800 Nächtigungen. Das ist dann in den letzten beiden Sommern ziemlich eingebrochen. Schön langsam erholt sich das Geschäft aber wieder“, berichtet Hermann Angermayr, Leiter des KIM-Zentrums.
So ist wieder häufiger Kinderlachen auf dem weitläufigen Areal zu hören. „Man merkt, dass es den Kindern hier richtig taugt. Das zählt zu den schönsten Seiten meiner Arbeit“, betont Angelina Anzengruber, Mitarbeiterin im KIM-Zentrum.
Ende Juni wird KIM das 60-Jahr-Jubiläum groß begehen. Bis dahin will man auch die Planungen zu anstehenden Renovierungsarbeiten konkretisiert haben. Neben der Gebäudefassade sind auch der Sakralraum und die Heizung des kirchlichen Gästehauses sanierungsbedürftig.«
"Wir waren im Juli 2020 mit etwa 100 Kindern und 40 Leiter:innen im KIM-Zentrum, das einfach in jedem Hinblick dazu einlädt, dort eine Jungscharlagerwoche voller Spiel und Spaß zu verbringen. Besonders gemütlich war der Innenhof, in dem wir bei Schönwetter oft unsere Mahlzeiten unter freiem Himmel zu uns nahmen. Während die Leiter:innen für Material, Fetzenkammer und Schlafplätze das geräumige Haus bezogen, machten es sich die Kinder in unseren Zelten auf der Wiese gemütlich. Unseren Kindern hat besonders gut gefallen, dass der Weg vom Zelt bis zum Klo nicht sehr weit war, und man immer wieder Neues am Zeltplatz entdecken konnte! Auch die abgelegene, aber dennoch vertraute Lage des KIM-Zentrums stellte für uns einen perfekten Abhaltungsort des Jungscharlagers dar! Wir sind froh, dass wir dort sein durften!" - Leonie Binder
Kontakt für die Unterstützung des KIM-Zentrums unter www.kim-bewegung.at

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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