Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.

In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat: wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen für alles, was er im Land der Juden und in Jerusalem getan hat. Ihn haben sie an den Pfahl gehängt und getötet. Gott aber hat ihn am dritten Tag auferweckt und hat ihn erscheinen lassen, zwar nicht dem ganzen Volk, wohl aber den von Gott vorherbestimmten Zeugen: uns, die wir mit ihm nach seiner Auferstehung von den Toten
gegessen und getrunken haben. Und er hat uns geboten, dem Volk zu verkünden und zu bezeugen: Dieser ist der von Gott eingesetzte Richter der Lebenden und der Toten. Von ihm bezeugen alle Propheten, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen die Vergebung der Sünden empfängt.
Schwestern und Brüder! Seid ihr nun mit Christus auferweckt, so strebt nach dem, was oben ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt! Richtet euren Sinn auf das, was oben ist, nicht auf das Irdische! Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.
Am ersten Tag der Woche kam Maria von Mágdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte,
und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging jedoch nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger,
der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse.
Danket dem Herrn, denn er ist gut,
denn seine Huld währt ewig!
So soll Israel sagen:
Denn seine Huld währt ewig.
Die Rechte des Herrn, sie erhöht,
die Rechte des Herrn, Taten der Macht vollbringt sie.
Ich werde nicht sterben, sondern leben,
um die Taten des Herrn zu verkünden.
Ein Stein, den die Bauleute verwarfen,
er ist zum Eckstein geworden.
Vom Herrn her ist dies gewirkt,
ein Wunder in unseren Augen.
Es würde sich lohnen, das ganze 10. Kapitel aus der Apostelgeschichte zu lesen, um die hier beschriebene Petrusrede besser einordnen und verstehen zu können.
Petrus und der Hauptmann Cornelius werden durch eine je persönliche Vision von Gott gerufen, Gott führt die Männer zusammen. Die beschriebene Szene spielt sich im Hause des Hauptmannes Cornelius ab. Petrus hat dieses Haus betreten, obwohl nach dem Gesetz einem Juden verboten war, in das Haus eines Nichtjuden zu gehen. Petrus steht vor Cornelius und seinen Verwandten und Freunden, die von Jesus vieles schon gehört haben. Jetzt wollen sie aus erster Hand von einem Augenzeugen mehr über diesen Jesus erfahren.
Petrus beschreitet mit diesem Auftritt Neuland in der Verkündigung. Auch seine Begleiter sind verwundert, dass er zu Nicht-Juden spricht. Aber er erfüllt den Auftrag Gottes, den er durch eine Vision erhalten hat. Petrus lässt sich führen und verkündet die Frohe Botschaft, als Zeuge und Begleiter Jesu. In kurzen Sätzen erzählt er den „Ungläubigen“ wichtige Eckpunkte aus dem Leben und der Botschaft Jesu, dabei spart er auch den Karfreitag nicht aus, der aber in der Auferstehung seine Vollendung findet. Diese Stelle wird zur wunderbaren Ergänzung der österlichen Auferstehungsbotschaft: Die Botschaft Jesu richtet sich nicht nur an das jüdische Volk. Gott schickt Petrus zu „Ungläubigen“. Die Botschaft geht an alle. Alle, die an Jesus Christus glauben, sind angesprochen und können auf die Vergebung der Sünden vertrauen.

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.