Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Die Teilnehmenden stammten aus Österreich, der Schweiz und Deutschland. Das Ziel des Kurses, der von Manfred Trauner begleitet wurde, war, dass Kirchenmenschen auch die Betriebswelt kennenlernen sollten. Dabei wurden viele interessante Erfahrungen gemacht. Ewald Palmetshofer etwa hat sich gefragt, wie weit ihn seine christlichen Werte im Betrieb bringen würden und brauchte zwei Wochen, um sich unter den Kolleg/innen zurechtzufinden. Paul Oberholzer aus der Schweiz, der sein Noviziat bei den Jesuiten in Innsbruck machte, wollte die harte Arbeit im Stahlwerk kennenlernen. Ihm fiel besonders auf, wie anstrengend eine Schicht war und wie wenig man dadurch vom restlichen Leben mitbekam.
Kodom Patrick Kofi SVD aus Ghana hingegen hatte wegen seiner Hautfarbe mit Anfeindungen zu kämpfen. Der Steyler Missionar, der als Missionar in Österreich war, richtete sein Augenmerk vor allem auf die Anliegen der Zugewanderten. Er wollte wissen, wie es diesen Menschen in der Arbeitswelt ging und machte teils schmerzliche Erfahrungen. „Niemand sagt etwas, aber du spürst es ständig!“, berichtete er. Die Arbeit am Hochofen gefiel ihm aber letztlich doch. Auch Susanne Lammer vom Betriebsseminar fand es schockierend, wie schwer die afrikanischen Teilnehmer des Kurses aufgrund der Sprachprobleme in den Betrieben angenommen wurden. Frauen waren im Kurs keine vertreten, doch er solle zukünftig auch für Laientheologinnen attraktiver gestaltet werden.
Wegen der Lohnunterschiede teilten die Teilnehmer am Ende ihr Geld gerecht untereinander auf. Nach dem fünfwöchigen Kurs war die Hoffnung, dass diese Arbeitswelt auch am Sonntag öfter zum Thema wird.

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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