Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
„Leider wissen wir oft viel zu wenig voneinander. Das war der Grund, dass wir zu dieser Begegnung einladen“, erklärt Markus Pröstler-Feichtinger von der Katholischen Jugend Oberösterreich. Neben verschiedenen Workshops, etwa zu den Themen Vielfalt, Dialog der Religionen oder Deradikalisierung, wurden die Gemeinsamkeiten der Weltreligionen bei dem Fest der Vielfalt thematisiert.
„Die Religionen verbinden uns. Wir haben eine gemeinsame Wurzel“, sagt eine Teilnehmerin, die junge Muslimin Shirin Darwish (21), im Gespräch mit der KirchenZeitung. Verbindend sei nicht zuletzt das Engagement, wie es Katholische, Evangelische und Muslimische Jugend durch die alljährliche Teilnahme an der Befreiungsfeier in der Gedenkstätte Konzentrationslager Mauthausen gemeinsam zeigen. Shirin Darwish glaubt, dass die Jugendlichen den Grundstein dafür legen können, dass Muslime und Christen in der Gesellschaft in Zukunft besser zueinanderfinden.
Motto der multireligiösen Feier war „Vielfalt durch Schöpfung“. Gemeint ist die Verantwortung aller Menschen für den gemeinsamen Lebensraum. Gemeint ist der Reichtum in der Vielfalt der Kulturen und Religionen. Gemeint ist ebenso, dass jedes Gesicht dieser Welt das Angesicht des Schöpfers widerspiegelt.
Als lebendes Symbol pflanzten die Jugendlichen dazu vor der Tuchfabrik in Auwiesen gemeinsam einen Apfelbaum. Dieser Baum ist mit mehreren unterschiedlichen Apfelsorten veredelt – so wie die Menschen aus den verschiedenen Religionen am gleichen „Stamm“ wachsen. «

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Turmeremitin Birgit Kubik berichtet über ihre Woche in der Türmerstube hoch oben im Mariendom Linz >>

Die KIRCHENZEITUNG bietet vielfältige Angebote für Pfarren:
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>