Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Im Dekanat Kallham wird kirchliche Jugendarbeit bewusst als Beziehungsarbeit verstanden. „Mir ist es ein Anliegen, Jugendliche nicht nur zu erreichen, sondern ihnen wirklich zu begegnen“, erzählt Bernadette Rinner, Beauftragte für Jugendpastoral im Dekanat Kallham. Junge Menschen sollen Kirche als einen Raum erleben, in dem sie willkommen sind, ernst genommen werden und so sein dürfen, wie sie sind. Diese Haltung prägt alle Angebote der Jugendarbeit – unabhängig davon, ob sie im kirchlichen Rahmen oder außerhalb klassischer Kirchenräume stattfinden.
Jugendliche werden vor allem dort angesprochen, wo sie sich ohnehin aufhalten: in Pfarren, Schulen, bei gemeinsamen Aktionen oder in offenen Formaten. Besonders im Rahmen der Firmvorbereitung, bei Projekten und punktuellen Veranstaltungen entstehen Räume für Begegnung, Austausch und Gemeinschaft. Wichtig ist dabei, dass Kirche sichtbar und ansprechbar bleibt: nicht belehrend, sondern begleitend. Christliche Werte wie Respekt, Solidarität, Verantwortung und Achtsamkeit werden nicht nur angesprochen, sondern im gemeinsamen Tun erfahrbar gemacht. Ziel ist es, Jugendliche in ihrer Eigenständigkeit zu fördern und ihnen Mut zu machen, ihren eigenen Weg zu gehen. „Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist auch die Förderung von sozialem und gesellschaftlichem Engagement“, betont Bernadette Rinner. Jugendliche sollen erleben, dass ihr Einsatz zählt und dass sie mitgestalten können, in der Kirche, in der Gesellschaft und in ihrem unmittelbaren Umfeld. Kirchliche Jugendarbeit im Dekanat versteht sich somit als lebendige, offene und lebensnahe Pastoral.
Ein Beispiel für lebendige Jugendarbeit findet sich in der Pfarre Gallspach. Vier Mal im Jahr findet ein „Abend der Jugend“ statt. Die Veranstaltung, zu der in der Regel zwischen 100 und 150 Jugendliche kommen, hat einen festen Rahmen, der aus Messe, Glaubenszeugnis, Anbetung und Lobpreis besteht. Fixer Bestandteil ist ebenso die After-Church-Party mit Pizza, Snacks und Getränken. Die frühere Ministrantenleiterin Andrea Maxwald organisiert diese Abende mit großem ehrenamtlichem Einsatz. „Mir taugt die Arbeit mit Jugendlichen. Außerdem sieht man dabei, dass wir nicht alleine glauben und dass der Glaube nicht fad ist“, betont die 31-Jährige.
Am Fr., 6. März findet um 18:30 Uhr der Jugendgottesdienst „Abend der Jugend“ in der Pfarrkirche Gallspach statt.

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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