Maria Fischer studierte Theologie und Philosophie. Sie ist Pastoralvorständin der Pfarre TraunerLand in der Diözese Linz.
„Der ganze Ort hat die Familie mit ihrer liebenswerten Art ins Herz geschlossen“, sagt Pfarrer Gerhard Kobler. „Die Abschiebung mag rechtens sein, sie ist aber nicht menschlich“, betont er. Bereits in der Fastenzeit hatten sich Pfarrangehörige im Rahmen der Protestaktion „40 Tage Menschlichkeit“ für den Verbleib der alleinerziehenden Mutter Emilia Lopez, die auch als Mesnerin in der Pfarre arbeitet, und ihrer jugendlichen Kinder ausgesprochen. Mehr als 1.000 Unterschriften wurden als Solidaritätsbekundung für die Familie gesammelt.
Sowohl Mutter als auch Tochter arbeiten in dringend benötigten „Mangelberufen“. Die Mutter ist Köchin, die Tochter Altenpflegerin in Ausbildung. Das Wirtshaus, in dem die Mutter gearbeitet hat, ist nun aufgrund ihrer Abschiebung von der Schließung bedroht. Ihren Asylantrag hatte Familie Lopez, Katholiken aus dem indischen Goa, 2021 gestellt, berichtete „Der Standard“. Sie befürchten im zunehmend hindunationalistischen Indien Repressalien aufgrund ihres Glaubens.
Unterstützung kommt unterdessen auch von Kardinal Christoph Schönborn. Er will laut kathpress seine „guten Kontakte“ für die vergangene Woche nach Indien abgeschobene Familie Lopez nützen. Es gehe darum, „andere Menschen guten Willens zu finden, die helfen können“ und der gut integrierten Familie eine Rückkehr zu ermöglichen, sagte Schönborns Sprecher Michael Prüller.

Maria Fischer studierte Theologie und Philosophie. Sie ist Pastoralvorständin der Pfarre TraunerLand in der Diözese Linz.
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