Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
An die 5.500 Pfarrgemeinderät/innen wurden vergangenen Sonntag in ganz Oberösterreich gewählt. Gemeinsam mit den amtlichen und delegierten Mitgliedern werden etwa 8.000 Menschen in den kommenden fünf Jahren Verantwortung für das Leben und die Entwicklung der Pfarrgemeinden übernehmen. Fast 100.000 Katholik/innen haben in den bisher 86 Prozent der ausgezählten Pfarren ihre Stimme abgegeben. Etwa jedes sechste Kirchenmitglied hat sich an der Wahl beteiligt. Die Diözese Linz liegt damit (16 Prozent) im Österreich-Ranking hinter den Diözesen Eisenstadt (20 Prozent) und St. Pölten (18 Prozent) auf Platz 3.
Der Anteil der Frauen unter den gewählten Pfarrgemeinderät/innen lag im Jahr 2017 bei 57 Prozent, 2022 ist er auf 64 Prozent angestiegen. In etwa gleich geblieben ist der Prozentsatz der erstmals in den Pfarrgemeinderat gewählten Mitglieder. Vor fünf Jahren waren es 45 Prozent, nun über 47 Prozent.
Die vergangenen zwei Jahre im Zeichen von Corona haben die Wahl und vor allem die Kandidat/innenfindung deutlich schwieriger als bei der letzten Wahl 2017 gemacht. „Es ist dem großen Engagement der Wahlvorbereitungsgremien zu verdanken, dass die Wahlbeteiligung zufriedenstellend ist“, betont Beate Schlager-Stemmer, Referentin für Pfarrgemeinderäte in der Abteilung Pfarrgemeinde und Spiritualität. Im Jahr 2017 betrug die Wahlbeteiligung 21,6 Prozent, 2012 lag sie bei 25,4 Prozent.
Es gibt aber in einer Reihe von Pfarren erfreuliche Rückmeldungen. Zwei Beispiele seien herausgenommen: Bei den 4.891 Katholik/innen der Pfarre Leonding-St. Michael ist die Wahlbeteiligung mit knapp 17 Prozent gegenüber der PGR-Wahl 2017 leicht gestiegen. Das ist dem hohen Anteil der Briefwähler/innen zu verdanken, der fast 89 Prozent betrug. „Die Briefwahl war organisatorisch zwar eine große Herausforderung, aber es hat sich jedenfalls ausgezahlt“, ist man sich im Wahlvorstand einig. Denn Wahlhelfer/innen brachten die Unterlagen zur Briefwahl persönlich an alle Haushalte.
In Kirchdorf an der Krems machten 518 Personen von ihrem Stimmrecht für die Pfarrgemeinderatswahl Gebrauch. Das sind deutlich mehr als vor fünf Jahren, wo 360 Personen wählten. Das Durchschnittsalter der 13 Gewählten beträgt 46,1 Jahre.
Bischof Manfred Scheuer bedankt sich bei all jenen, die sich mit ihrer Stimme bei der Pfarrgemeinderatswahl für eine lebendige Kirche am Ort eingesetzt haben, sowie bei jenen, die die Wahl vorbereitet und durchgeführt haben. Weiters sagte er: „Pfarrgemeinderatsmitglieder geben der Kirche am Ort ein konkretes Gesicht und verleihen dem Evangelium Mund, Hand und Herz.“ «

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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