Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Der Patriarch der chaldäischen Kirche mit Sitz in Bagdad, Louis Raphaël Sako, hat das aber mit dem jüngsten Buch von Prof. Hans Hollerweger getan. Hollerweger, Liturgiewissenschafter und Gründer der ICO – Initiative Christlicher Orient, hat auf seinen Reisen durch den Orient Tausende Bilder von Kreuzesdarstellungen gemacht und im Vorjahr eine Auswahl in dem Buch „Baum des Lebens“ veröffentlicht. (Die KiZ hat das Werk ausführlich vorgestellt.) Darunter finden sind kunstgeschichtliche Raritäten, von denen nicht wenige inzwischen von Islamisten zerstört wurden. Weil sich die Christen vor Ort der Bedeutung ihrer Tradition kaum bewusst sind, ließ Patriarch Sako das Werk Hollerwegers ins Arabische, die Sprache der einheimischen Kirchen, übersetzen und versucht so, für das eigene Erbe Aufmerksamkeit zu wecken und Interesse zu schaffen. Obwohl die einheimischen Christen die Liturgie in ihren orientalischen Riten feiern, sind sie in der kirchlichen Kunst bis heute stark vom „Nazarenerstil“ beeinflusst. Dieser hat im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert die Kirche in Europa geprägt. josef Wallner

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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