Maria Fischer studierte Theologie und Philosophie. Sie ist Pastoralvorständin der Pfarre TraunerLand in der Diözese Linz.
Die Osternacht spannt den heilsgeschichtliche Spannungsbogen von der Schöpfung hin zur Offenbarung und Erlösung in Jesus Christus und zur Vollendung der Auferstehung aller, "wie keine andere liturgische Feier". Darauf hat der Linzer Bischof Manfred Scheuer bei der Feier Osternacht am Samstagabend hingewiesen.
"Indem Jesus den Fluch des Kreuzes auf sich nimmt, durchbricht er Unheilszusammenhänge, Teufelskreise und die Spirale der Gewalt", sagte der Bischof in seiner Predigt im Linzer Mariendom. "In Kreuz und Auferstehung erweist sich die Macht des Segens über Fluch, Gericht und Tod."
Gottes Segen gewinne durch seine Ohnmacht in der Welt Macht und Raum, so Bischof Scheuer. Segen bestehe in der Zuwendung des von Jesus durch Tod und Auferweckung erwirkten Heils und finde im universalen Heilswillen Gottes seine Erfüllung. Der göttliche Segen bei der Taufe sei dabei Ursprung und Inbegriff der Vorsehung und Fürsorge Gottes für seine Geschöpfe. "Im Schöpfungssegen wird natürliches Dasein bejaht und anerkannt, gutgeheißen und gerechtfertigt", sagte der Bischof.
"In der Taufe sind wir hineingenommen in den Schöpfungssegen: Er sah, dass es sehr gut war. Wir sind nicht Gottes vergessene Kinder, sondern seine gelungene Schöpfung", so Scheuer.
"Wir sind in der Taufe hineingenommen in die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten und so in die Freiheit der Kinder Gottes. Und wir sind durch die hineingenommen in Leben, Tod und Auferstehung Jesu." Auferstehung sei der Übergang, die Transformation, die Bewegung vom Tod ins endgültige Leben. "Ostern ist wesentlich ein Fest der Bewegung nach vorwärts, der Dynamik", so der Bischof abschließend.

Maria Fischer studierte Theologie und Philosophie. Sie ist Pastoralvorständin der Pfarre TraunerLand in der Diözese Linz.
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