Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
„Ihr sucht Jesus von Nazaret,
den Gekreuzigten.
Er ist auferstanden;
er ist nicht hier im Grab.“
Es sind die Farben des Frühlings, die der Maler Franz Weiss hier verwendet hat. Gelber Hintergrund, etliche Grüntöne, die diesen Mann umkränzen. Der „Auferstandene“ auf dem Titelblatt sieht uns an – mit ernstem Gesichtsausdruck, mit kräftigen Armen und großen Händen ist er dargestellt. Die Finger der rechten Hand zeigen das Segens- bzw. Siegeszeichen. Die linke Hand umfasst ein schlankes, hohes Kreuz. Es ist in Rot gehalten, genauso wie der Umhang, die zahlreichen Verletzungen und die Wundmale Christi. Obwohl das Bild die Verwundungen sichtbar macht, strahlt es eine gewisse Leichtigkeit aus. – Dieses Aquarell des Auferstandenen schuf der Maler Franz Weiss, der heuer 100 Jahre alt geworden wäre. „Kaum ein anderer prägte die Steiermark wie er ...“ heißt in einem Buch zum 100. Geburtstag, das kürzlich erschienen ist. Zahlreiche seiner Werke entstanden in der Schlierbacher Glaswerkstätte. Franz Weiss war ein „Diener der Schöpfung“ heißt es da, ein „Urgestein der Steirischen Moderne“. Über 400 Werke an 250 Standorten umfasst sein Schaffen. Die Farbgebung war ihm wichtig, sie diente der Bewusstmachung des Lebens. Das gilt wohl auch für die Botschaft dieses Bildes: „Jesus lebt!“

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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