Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
Die Polizeiseelsorge sei in erster Linie eine Besuchspastoral, erzählte Martin Müller der Kirchenzeitung. Der in Niederösterreich wirkende Pfarrer hatte bereits im Jahr 1996 von der Österreichischen Bischofskonferenz den Auftrag bekommen, für Österreich eine Exekutivseelsorge (Polizei und Zollwache) einzurichten. „Wenn man Beamte an ihren Dienststellen besucht, lernt man sie und ihre oft schwierige Arbeit kennen, man zeigt ihnen damit Wertschätzung und ermöglicht Vertrauen. Gerade das aber ist wichtig, wenn es ums ,Eingemachte‘ geht, wenn Beamte etwas existenziell Bedrückendes ansprechen und loswerden wollen“, sagte Martin Müller.
Das habe teilweise direkt mit ihrer Arbeit zu tun, oft aber gehe es auch um Beziehungsprobleme. Durch den Dienst komme es häufig zu Schwierigkeiten in der Partnerschaft.
„Polizeibeamte sind häufig mit schwierigen Situationen konfrontiert. Sie erleben Gewalt und müssen Gewalt anwenden, sie erleben menschliche Tragödien und extrem belastende Einsätze. Um das aufzuarbeiten, ist nicht nur Psychologie, sondern auch Seelsorge gefragt“, betonte Martin Müller.
Dass es überhaupt eine Polizeiseelsorge gab, war einer Initiative aus dem „Fußvolk“ der Polizei zu verdanken. Pfarrer Martin Müller aus Gablitz musste als erster Polizeiseelsorger jedenfalls „ins kalte Wasser“ springen. Er berichtete: „Am Anfang wussten viele nicht so recht etwas mit mir anzufangen. Ich war wohl so etwas wie eine ,Versicherung‘ – es ist gut, wenn man für den Fall der Fälle eine hat, aber es ist noch besser, wenn man sie nicht braucht.“ Zehn Jahre nach dem Start der Polizeiseelsorge in Österreich hatte Müller viele Mitstreiter gewonnen: Priester und Diakone, die – meist nebenamtlich – mit der Polizeiseelsorge betraut waren. Die Zusammenarbeit mit den Polizeidienststellen verlaufe dabei durchwegs sehr gut, berichtete Martin Müller.

Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
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