Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
Beim Gedenken im österreichischen Parlament am Freitag betonte der Roma-Seelsorger Matthias Platzer: „Die Täter, die für den Tod unzähliger Opfer in den Konzentrationslagern verantwortlich waren, konnten ihre eigene Unmenschlichkeit vor sich selbst nur rechtfertigen, indem sie zuvor die Opfer ihrer Menschlichkeit beraubten.“
Als Gesellschaft seien wir dazu gerufen, zusammenzustehen, „wenn man bestimmte Gruppen als Feindbilder hinstellt“. Das Anerkennen der Würde eines Menschen, egal, wo dieser herkomme, wie er aussehe oder welche Sprache er spreche, sei für ein friedliches Zusammenleben ein unabdingbares Grundprinzip.
Am Sonntag wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst im Wiener Stephansdom des nationalsozialistischen Völkermords an Roma, Sinti und Jenischen gedacht. Oberkirchenrätin Ingrid Bachler zeigte in der Predigt auf, dass Jesu Seligpreisungen für Ausgegrenzte wie die von den Nazis ermordeten Minderheiten gelten. Die Fürbitten wurden in Deutsch, Romanes, Sinti-Dikes und Jenisch gesprochen.
Bei der Gedenkfeier am 2. August im ehemaligen KZ Auschwitz-Birkenau sagte der Berliner Weihbischof Matthias Heinrich als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz: „Unser Platz ist an der Seite der Opfer und ihrer Nachfahren. Es schmerzt zu sehen, dass auch die Kirche den Sinti und Roma vieles schuldig geblieben ist.“ Seit etwa einem Jahr versucht die deutsche Kirche diese Geschichte aufzuarbeiten.
Der europäische Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma am 2. August erinnert an die rund 4.300 Sinti und Roma, die in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 in Auschwitz von der SS getötet wurden.

Lukas Pallitsch, Dr., PhD, ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen
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